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Leben und Abenteuer des Capitäns Singleton / von Verf. des "Robinson Crusoe". Aus d. Engl. von Carl Kolb
Entstehung
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Summe ſchicken; denn gehört nicht das Geld, welches wir haben, größtentheils Dir?2

Rein, William, erwiederte ich;es iſt kein Pfennig davon mein, der nicht auch Dir gehörte, und ich wünſche blos, ganz gleich mit Dir zu theilen; deßwegen ſchicke ihr das Geld; wo nicht, ſo ſchicke ich es ihr.«

Ach, ſagte William,das arme Weib würde vor Ueberraſchung und Freude den Verſtand verlieren.

Nun gut, entgegnete ich,ſo geh vorſichtig dabei zu Werke, und ſchicke ihr vorerſt eine Anweiſung von hundert Pfund, mit dem Bemerken, ſie ſolle mit der nächſten Poſt mehr erwarten. Sage ihr auch, Du wolleſt ihr ſo viel ſenden, daß ſie auch ohne einen Laden leben könne; dann kannſt Du immerhin das Uebrige nachfolgen laſſen.

Dieſer Verabredung gemäß ſchickte William ſeiner Schweſter einen ſehr freundlichen Brief mit einem Wechſel von 160 Pfund auf einen Londoner Kaufmann und bemerkte darin, ſie ſolle ſich der Hoffnung getröſten, daß er in kurzer Zeit im Stande ſein werde, ihr noch mehr zukommen zu laſſen. Etwa zehn Tage ſpäter ſchickte er ihr einen neuen Wechſel von 540 Pfund und bald darauf wieder einen von 500 Pfund, ſo daß die ganze Summe 41000 betrug. Zugleich ſchrieb er ihr, er könne ihr mit ſo vielem aushelfen, daß ſie im Stande wäre, ihren Laden aufzugeben, und bat