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Der Verwünschte : ein Märchen / von Boz (Dickens). Aus d. Engl. übers. von Julius Seybt
Entstehung
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Er hat mich auch recht ſehr gern! O Gott, o Gott, das iſt wie⸗ der Einer! 7 Und jetzt trat der Student herein, an der Hand ein liebliches Mädchen führend, das ſich fürchtete hereinzukommen. Und Red⸗ law ſo anders war er jetzt gegen ihn, der in ihm und ſeiner jungen Erwählten eine Erinnerung an jene glücklichſte Zeit ſeines Lebens ſah, bei der, wie bei einem ſchattigen Baume, die ſo lange in ſeiner einſamen Arche eingekerkerte Taube Ruhe und Geſellſchaft ſuchen konnte, fiel ihm um den Hals und bat ſie, ſich als ſeine Kinder zu betrachten. Und da Weihnachten eine Zeit iſt, wo vor allen andern Zei⸗

ten im Jahre die Erinnerung an alle zu hebenden Sorgen und

Mühſale nicht weniger lebendig ſein ſollte, als das Gedächtniß an das uns widerfahrene Gute, legte er ſeine Hand auf das Haupt des Knaben und gelobte, indem er ſtumm Den zum Zeu⸗ gen aufrief, der voreinſt die Kindlein ſegnete und in der Erha⸗ benheit ſeines prophetiſchen Wiſſens Die ausſchalt, welche ſie von ſich wieſen, ihn zu beſchützen, zu unterrichten und zum Men⸗ ſchen zu machen.

Und dann reichte er ſeine Hand mit heiterem Geſichte Philipp hin und ſagte, daß ſie heute ein Weihnachtsmahl einnehmen wollten in dem Zimmer, das ehemals, bevor die zehn armen Schüler mit Geld abgefunden wurden, das große Refectorium war, und daß ſie dazu ſo Viele von der Familie Swidgers die, nach der Ausſage ſeines Sohnes, ſo zahlreich war, daß ſie ſich die Hände geben und einen Kreis um ganz England ziehen konnten ein⸗ laden wollten, als in der kurzen Friſt aufzutreiben waren.