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was am Chriſttag immer in dem ehemaligen großen Refectorium brennt. Ich war dort und ich beſinne mich noch, als ich das Feuer ſchürte, damit die junge Dame ihre hübſchen Füßchen daran wärmen könnte, las ſie die Schrift unter dem Bilde: „Herr, erhalte mein Gedächtniß friſch!“ Sie und meine Selige fingen darüber an zu ſprechen und es iſt ſeltſam, wenn man jetzt daran denkt, daß Beide ſagten(und ſie waren ihren Jahren nach ſo weit vom Tode), daß es ein ſchönes Gebet ſei und daß ſie es auch in Bezug auf Die, welche ſie am liebſten hatten, zu Gott ſchicken woll⸗ ten, wenn ſie früh ſterben ſollten.„Mein Bruder,“ ſagte die junge Dame—„mein Mann,“ ſagte meine Selige—„Herr, erhalte mein Gedächtniß in ihm friſch und laß mich nicht vergeſſen werden!“
Schmerzlichere und heißere Thränen, als er jemals in ſeinem Le⸗ ben geweint hatte, rannen über Redlaw's Wangen herab. Philipp, mit ſeiner Geſchichte zu ſehr beſchäftigt, hatte es nicht eher als jetzt bemerkt, und eben ſo wenig Milly's vom Weiterreden abmahnende Geberden.
Philipp! ſagte Mr. Redlaw und legte die Hand auf ſeinen Arm, ich bin ein Unglücklicher, den die Hand der Vorſehung ſchwer, wenn auch verdient, getroffen hat. Du ſprichſt von etwas, Freund, was ich nicht mehr begreifen kann, die Erinnerung iſt mir entſchwunden.
Gütiger Himmell ſagte der Alte.
Ich habe die Erinnerung an Kummer und Sorge verloren, ſagte der Chemiker, und damit Alles, was dem Menſchen des Er⸗ innerns werth iſt.
Wer des alten Philipp's Mitleid ſah, wie er ſeinen eige⸗ nen großen Lehnſtuhl ihm hinſchob, damit er darin ruhe, und


