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ſichter an ihr Kleid, küßten und ſtreichelten es und konnten nicht ſatt werden ſie zu liebkoſen.
Ich war noch niemals ſo gerührt, als dieſen Morgen, ſagte Milly und wiſchte ſich die Augen. Ich muß es Ihnen erzählen, ſobald ich zu Worte kommen kann. Mr. Redlaw kam mit Son⸗ nenaufgang zu mir und bat mich ſo weich und zärtlich, als ob ich ſeine Lieblingstochter wäre, mit ihm nach dem Hauſe zu gehen, wo Williams Bruder, Georg, krank liegt. Ich begleitete ihn und unterwegs war er ſo gütig und ſo ſanft, und ſchien ſo viel Vertrauen und Hoffnung auf mich zu ſetzen, daß ich vor Freude weinen mußte. Als wir in dem Hauſe angekommen waren, begegnete uns in der Thür ein Weib(ich fürchte, Jemand hatte es geſchlagen und verletzt), das im Vorbeigehen meine Hand ergriff und mir Gottes Segen wünſchte.
Sie hatte Recht! ſagte Mr. Tetterby. Mrs. Tetterby ſagte: ſie hatte Recht. Alle Kinder riefen: ſie hatte Recht.
Ach, es iſt aber noch mehr zu erzählen, ſagte Milly. Als wir in das Zimmer des Kranken traten, der ſeit Stunden wie in Ohnmacht dagelegen hatte, da richtete er ſich in ſeinem Bette auf, brach in Thränen aus, ſtreckte mir die Hand entgegen und ſagte: er habe ein ſchlechtes Leben geführt, aber er bereue es jetzt aufrichtig und die Vergangenheit liege vor ihm wie eine große Landſchaft, vor welcher eine dichte ſchwarze Wolke wegge⸗ nommen ſei, und er bat mich, ſeinen armen alten Vater um Ver⸗ zeihung und um ſeinen Segen zu bitten, und neben ſeinem Bett ein Gebet herzuſagen. Und als ich dies that, ſtimmte Mr. Red⸗


