Ja, es iſt das zweite rechts über dem Eichengetäfel. Ich wollte eben ſagen: er hat mir das Gedächtniß friſch erhal⸗ ten; denn wenn ich alljährlich ſo wie heute durch die alten Gemächer gehe und ſie auffriſche mit dieſen Zweigen und Beeren, ſo friſcht das auch mein Gedächtniß auf. Ein Jahr bringt das andere zurück, und das andere wieder andere, und dieſe anderen eine ganze Menge! Zuletzt wird es mir, als ob der Geburtstag
unſeres Herrn zugleich der Geburtstag von Allem wäre, was ich
geliebt, gekannt oder was mich erfreut hätte— und das iſt gar Vieles, denn ich bin ſiebenundachtzig!
Fröhlich und glücklich, ſagte Redlaw vor ſich hin.
Ein ſeltſames Dunkel fing an ſich im Zimmer zu verbreiten.
Sie ſehen alſo, Sir, fuhr der alte Philipp fort, deſſen ge⸗ ſunde Greiſenwangen ſich mehr geröthet und deſſen blaue Augen lebhafter zu leuchten anfingen, als er ſprach, ich habe viel zu feiern, wenn ich dieſes Feſt feiere. Nun, wo iſt mein ſtilles Mäuschen? Schwatzen iſt die Erbſünde meiner Jahre, und die Hälfte der Zimmer iſt noch zu ſchmücken, wenn die Kälte uns nicht erſt erſtarren macht, der Wind uns nicht wegbläſt oder die Dunkelheit uns nicht verſchlingt.
Das ſtille Mäuschen ſtand neben ihm und nahm ſchweigend ſeinen Arm, ehe er ausgeſprochen hatte.
Komm, Liebe, ſagte der Alte. Mr. Redlaw kommt ſonſt nicht eher zum Eſſen, als bis es ſo kalt iſt wie der Winter. Sie werden mein Geplauder verzeihen, Sir, und ich wünſche Ihnen gute Nacht und noch einmal ein fröhliches—


