Druckschrift 
Der Verwünschte : ein Märchen / von Boz (Dickens). Aus d. Engl. übers. von Julius Seybt
Entstehung
Einzelbild herunterladen

.y

1

einzige ſeiner Falten aus der Faſſung bringen könnte. Während ſein Rock um Bruſt und Schulter hing, als ob er halb geſonnen ſei, ſich auf und davon zu machen, war ihr Leibchen ſo ſchmuck und ruhig, daß es von dem Rauheſten Schutz erzwang, wenn ſie deſſen bedurfte. Wer konnte das Herz haben, einen ſo ruhigen Buſen vor Gram anſchwellen, vor Furcht erzittern oder mit Scham erbeben zu machen! Bei wem hätte nicht ſeine Ruhe und ſein Frieden ſich verwahrt gegen jede Störung wie der unſchul⸗ dige Schlummer eines Kindes! Pünktlich natürlich, Milly, ſagte ihr Mann und nahm ihr das Bret ab, oder Du konnteſt es nicht ſein. Hier iſt Mrs. Wil⸗ liam, Sir! Er ſieht heute verlaſſener aus als je, flüſterte er ſeiner Frau zu, und ganz geiſterhaft! Ohne Eilfertigkeit oder Lärm, ſelbſt ohne ſich bemerklich zu machen, ſo ruhig und ſtill war ſie, ſetzte Milly die mitgebrachten Gerichte auf den Tiſch. Mr. William war nach vielem Herum⸗ klappern und Herumlaufen blos in Beſitz einer Sauciére mit

ordentlich, als ob ſelbſt der Wind, der draußen wehte, nicht eine

Bouillon gekommen, die er dienſtbereit in der Hand hielt. Was trägt der Alte im Arme? frug Mr. Redlaw, als er ſich 1 zu ſeinem einſamen Mahle hinſetzte.

Stechpalme, Sir, erwiderte Mrs. William's ruhige Stimme. Das habe ich immer geſagt, fiel Mr. William ein und reichte ddie Sauciere hin. Beeren paſſen ſo gut für dieſe Jahreszeit!

Braune Sauce!

1 Wieder ein Weihnachten da, wieder ein Jahr vorüber! mur⸗

melte der Chemiker mit einem trüben Seufzer. Immer mehr Boz. Der Verwünſchte. 2