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aus ihren heimlichen Winkeln hervorkamen als Geſtalten und 4 Geſichter aus der Vergangenheit, aus dem Grabe, aus dem 4 tiefen, tiefen Abgrunde, wo die Dinge, welche da hätten ſein können, aber nie waren, immer hinwandern. 4 Wann er ſo daſaß, in das Feuer ſtarrend. Wann mit 4 ſeinem wechſelnden Flackern die Schatten kamen und gingen. Wann er ihrer nicht achtete mit ſeinen körperlichen Augen, ſon⸗ dern, ſie mochten kommen oder gehen, ſtarr ins Feuer ſah. Wann die Klänge, welche mit den Schatten verweht waren und herauskamen aus ihrem Verſteck auf des Zwielichts Ruf, Alles ringsum nur noch ſtiller zu machen ſchienen. Wann der Wind im Schornſtein polterte und im Hauſe manchmal ſtöhnte und manchmal heulte. Wann die alten Bäume draußen ſo ge⸗ ſchüttelt wurden, daß eine grämliche, alte Krähe, in ihrem Schlafe geſtört, dann und wann mit einem ſchwachen, ſchläfri⸗ gen, hoch aus den Wipfeln herabtönenden Krah! dagegen pro⸗ * teſtirte. Wann zu Zeiten die Fenſter erzitterten, die verroſtete Wetterfahne auf dem Thurmdache ächzte, die Uhr darunter mel⸗ dete, daß wieder eine Viertelſtunde vorüber ſei, oder das Feuer röchelnd erſtarb. 3 Da klopfte Jemand an ſeine Thür, und er wachte auf. Wer iſt da? ſagte er. Herein! Sicherlich hatte keine Geſtalt hinter ſeinem Stuhle geſtan⸗ den, kein Geſicht auf ihn herabgeſchaut. Gewiß berührte kein gleitender Tritt den Fußboden, als er aufſchreckend das Haupt erhob und ſprach. Und doch war kein Spiegel im Zimmer, auf 3 den ſeine eigene Geſtalt nur einen Augenblick lang ſeinen Schat⸗
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