Teil eines Werkes 
10. Th. (1848)
Entstehung
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Mr. Perch ſchloß die Sitzung ſtets mit der beſcheidenen Bemerkung,daß es natürlich, was er auch immer geahnt hätte (als ob er jemals etwas geahnt hätte), nicht ſeine Sache geweſen wäre, etwas zu verrathen, gewiß nicht. Dieſe Aeußerung(es waren nie Gläubiger des Hauſes anweſend) machte in den Augen aller Anweſenden ſeinem Herzen ſtets alle Ehre. So nahm er gewöhnlich ein beruhigtes Gewiſſen mit und ließ einen günſtigen Eindruck zurück, wenn er zu ſeinem Schemel zurückkehrte, um wieder dort zu ſitzen und die neuen Geſichter in dem Comptoir anzuſehen, die ſo ungenirt mit den großen Geheimniſſen, den Büchern, umgingen; oder manchmal auf den Zehen in Mr. Dombey's Zimmer zu gehen und das Feuer zu ſchüren; oder ſich vor der Thür zu ſömmern und mit dem erſten beſten Vor⸗ übergehenden, den er kannte, mit wichtigem Geſicht und in trau⸗ rigem Tone zu plaudern; oder mit tauſend kleinen Aufmerkſam⸗ keiten ſich dem Oberbuchhalter gefällig zu machen, durch deſſen Vermittelung Mr. Perch eine Stelle in einer Feuerverſicherungs⸗ anſtalt zu bekommen hoffte.

Für Major Bagſtock war der Bankerott ein ſchwerer Schlag. Der Major hatte kein mitfühlendes Herz ſeine ganze Auf⸗ merkſamkeit concentrirte ſich auf J. B. und war überhaupt lebhaften Bewegungen nicht zugänglich, die phyſiſchen des Keuchens und Würgens abgerechnet. Aber er hatte mit ſeinem Freunde Dombey ſo ſehr im Club paradirt, hatte dieſen ſo ſehr durch beſtän⸗ diges Prahlen mit ſeinem Reichthum geärgert, daß der Club in ſeiner menſchlichen Schwäche gern die Gelegenheit ergriff, an dem Major ſein Wiedervergeltungsrecht zu üben und ihn mit