Teil eines Werkes 
10. Th. (1848)
Entstehung
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An einem Sommernachmittag, ein Jahr weniger ein paar Tage nach der Trauung in der Citykirche, ſteckten die Leute auf der Börſe die Köpfe zuſammen und ſprachen von einem großen Bankerott. Ein dort wohlbekannter, ſtolzer, kalter Herr

war nicht da und hatte auch Niemanden geſchickt. Den folgenden

Tag hieß es überall, Dombey und Sohn haben fallirt, und am Abend erſchien ein Verzeichniß fallirter Häuſer mit dieſem Namen an der Spitze.

Die Welt war jetzt ſehr geſchäftig und hatte erſtaunlich viel zu ſagen. Es war eine wunderbar leichtgläubige und eine arg gemißbrauchte Welt, es war eine Welt, in der es gar keine andere Art Bankerott gab. Es gab keine großen Leute darin, die mit ſchlechten Wechſeln von Religion, Patriotismus, Tugend und Ehre Handel trieben. Es war gar keine nennenswerthe Maſſe von bloßem Papier im Umlauf, von dem irgend Jemand ganz leidlich lebte, indem er verſprach, große Summen von guten Werken mit keiner Deckung zu bezahlen. Es gab in der ganzen Welt kein Zurückbleiben, außer in Geld. Die Welt war wirklich

recht böſe; und vorzüglich die Leute, die in einer ſchlechten Welt

ſelbſt hätten in den Ruf kommen können, nur bankerotte Händler mit falſchem Schein und blendender Lüge zu ſein.

Welch neue Verlockung zur Ausſchweifung für dieſen Spiel⸗ ball der Verhältniſſe, Mr. Perch, den Markthelfer! Es war offenbar das Schickſal des Mr. Perch, immer aufzuwachen und ſich berühmt zu finden. Erſt geſtern, ſo zu ſagen, war er aus der Berühmtheit durch die Entführung und die darauf

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