— 140—
Diſſentern in Verbindung, mit Wiedertäufern oder Wesleyanern oder andern ſolchen Leuten, ſagt ſie), aber ſie kann nie begreifen, welches Recht zu heirathen gemeine Leute haben. Sapperment, ſagt Mrs. Miff, es wird ganz derſelbe Segen über ſie geſprochen, und anſtatt Sovereigns kriegt man Sixpences.
Mr. Sownds, der Kirchendiener, iſt liberaler, als Mrs. Miff— aber dafür iſt er auch nicht Stuhlſchließer. Es muß geſchehen, Ma'am, ſagt er. Wir müſſen ſie trauen, wir müſſen unſre Nationalſchüler haben und unſer ſtehendes Heer. Wir müſſen ſie trauen, Ma'am, ſagt Mr. Sownds, damit das Land im Gange bleibt.
Mr. Sownds ſitzt auf den Stufen und Mrs. Miff ſtäubt die Stühle ab, als ein junges, einfach gekleidetes Paar in die Kirche tritt. Aergerlich wendet ſich Mrs. Miffs Wuth ihnen zu, denn ſie glaubt in dieſem frühen Beſuche Anzeichen einer Entführungs⸗ trauung zu ſehen. Aber ſie wollen ſich nicht trauen laſſen,— ſie wollen ſich nur die Kirche anſehen, ſagt der Herr. Und da er der Mrs. Miff ein anſtändiges Compliment in die Hand drückt, ſo mildert ſich ihr eſſi ſigſaures Geſicht, und ihre trockne, magre Geſtalt macht einen ſpröden Knix.
Mrs. Miff fängt wieder mit ihrem Abſtäuben an und. ſchüttelt die Kiſſen auf— denn man hat ihr geſagt, daß der gelbe Herr empfindliche Kniee hat— wendet aber ihr Auge 3 nicht von dem jungen Paare ab, das in der Kirche herumgeht. Athem! räuſpert ſich Mrs. Miff, deren Huſten ſo trocken iſt, wie das Heu in den Kiſſen, ihr werdet ſchon an einem der nächſten
— 4— 3


