Teil eines Werkes 
9. Th. (1848)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

12

Vorwürfe, daß er hergekommen ſei. Aber bald wurde ſein Schritt langſamer und ſchwerer und ſein Geſicht düſterer in ſeinem Nachdenken, wie der Zweck, zu dem er hergekommen, wieder vor ſeine Seele trat und ſich feſter darin einprägte.

Während er mit zu Boden geſenktem Auge ſo auf und ab ſchritt, hatte Mrs. Brown wieder auf ihrem Stuhle Platz genom⸗ men und horchte von Neuem. Der einförmige Takt ſeiner Schritte oder das Alter machten ihr Gehör ſo ſtumpf, daß die Tochter ſchon ein paar Augenblicke Schritte gehört, und ihre Mutter haſtig angeblickt hatte, um ſie davon zu benachrichtigen, ehe die Alte darauf aufmerkſam wurde. Aber jetzt ſprang ſie vom Stuhle auf, flüſterte: er iſt da! ſchob den vornehmen Gaſt hin⸗ ter die Thüre und ſetzte eine Flaſche und ein Glas auf den Tiſch und that dies Alles mit einer Schnelligkeit, daß ſie Rob, dem Scheerenſchleifer, als er an der Thüre erſchien, um den Hals fallen konnte.

O, das iſt mein lieber guter Junge, ſagte Mrs. Brown, endlich! O, o, o, ol mein lieber, lieber Robby!

O! Mrs. Brownl ſagte der Scheerenſchleifer abwehrend. Bitte! könnt ihr einen Jungen nicht lieb haben ohne ihn zu würgen und zu erdroſſeln? Nehmt den Vogelbauer in meiner Hand in Acht, bitte.

Vor mir an einen Vogelbauer zu denken! rief die Alte und richtete den Blick nach der Decke. Vor mir, die ihn mehr als eine Mutter liebt!

Gewiß und wahrhaftig bin ich euch ſehr dankbar, Mrs. Brown, ſagte der arme Jüngling ſehr gerührt, aber ihr ſeid ſo entſetzlich