Teil eines Werkes 
8. Th. (1848)
Entstehung
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Gentlemen, ich kann mir nicht verhehlen, daß die Zeit für Pri⸗ vatzwiſtigkeiten ſchlecht geeignet iſt. Erſtaunliche Vorfälle, auf die ich nicht näher anzuſpielen brauche, die aber von einigen Sonntagsblättern, und ſelbſt in einer täglichen Zeitung, die ich nicht zu nennen brauche(hier nennt jedes Mitglied der Geſell⸗ ſchaft die Zeitung mit hörbarem Geflüſter), nicht unbeachtet ge⸗ blieben ſind, haben mich zum Nachdenken veranlaßt; und ich fühle wohl, wenn wir Beide, Robinſon und ich, in ſolchen Augen⸗ blicken Privatzwiſtigkeiten nicht vergeſſen ſollten, ſo würden wir dem einträchtigen Gefühl für die allgemeine Sache, welches die Herren von Dombey's Geſchäft immer ausgezeichnet, untreu wer⸗ den. Robinſon antwortet darauf wie ein Mann und Bruder; und ein Herr, der ſeit drei Jahren auf dem Comptoir iſt, und wegen beſtändiger Verſehen im Rechnen immer Aufkündigung er⸗ halten hat, erſcheint in einem ganz neuen Lichte, indem er plötz⸗ lich mit einer begeiſterten Rede herausplatzt, in welcher er ſagt: Möge unſer geehrter Chef nie wieder das Unglück kennen lernen, das ſein Haus betroffen! und noch vieles, was Alles mit: Möge er nie wieder, anfängt, und mit donnerndem Beifall aufgenommen wird. Mit keinem Worte, es iſt ein höchſt fideler Abend, nur geſtört durch einen Zank zwiſchen zwei jungen Leuten, die über die wahrſcheinliche Höhe von Mr. Carkers Salaire uneins werden, ſich auf Weinflaſchen fordern, und in großer Aufregung hinaus⸗ geſchafft werden. Sodawaſſer iſt am nächſten Morgen auf dem Comptoir ein allgemeines Bedürfniß, und die Meiſten, welche am Diner Theil genommen, halten die Rechnung für Betrügerei. 4

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