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Mrs. Pipchins hartes graues Auge ſpricht Zweifel aus, wäh⸗ rend ſie in drei deutlichen Abſätzen antwortet: Ach! Vielleicht! Ich hoffe!
Ich will es Ihnen aufrichtig geſtehen, Lucretia, ſagt Mrs. Pipchin; denn ſie nennt Miß Tox immer noch Lucretia, weil ſie an dieſer Dame, als ſie ein armes ſchwächliches Mädchen von wenigen Jahren war, ihre erſten Verſuche in der Kinderzähmungs⸗ kunſt gemacht;— ich will Ihnen aufrichtig geſtehen, Lucretia, ich glaube, wir können froh ſein, daß wir ſie los ſind. Ich mag keine frechen Geſichter hier, was mich betrifft!
Ja, wahrhaftig, frech! Wohl können Sie ſagen, frech, Mrs. Pipchin! erwidert Miß Tox. Ihn zu verlaſſen! Einen ſo ſchö⸗ nen Mann! Und hier wird Miß Tox von ihren Gefühlen über⸗ wältigt.
Ich weiß nicht, was ſchön iſt, ſo viel weiß ich, bemerkte Mrs. Pipchin, und reibt ſich ärgerlich die Naſenſpitze. Aber das weiß ich— wenn den Leuten Prüfungen auferlegt werden, ſo müſſen ſie ſie tragen. Na, ich habe meinen guten Theil zu tra⸗ gen gehabt! Was für ein Lärm da gemacht wird! Sie iſt fort und gut iſt's, daß ſie fort iſt. Niemand wünſcht, ſie möchte wie⸗ der kommen, ſollt' ich meinen!
Dieſe Anſpielung auf die peruaniſchen Goldgruben ver⸗ anlaßt Miß Tox, aufzuſtehen und ſich zum Gehen bereit zu ma⸗ chen; worauf Mrs. Pipchin Towlinſon klingelt, damit er ſie hin⸗ ausbegleite. Mr. Towlinſon, der Miß Tox ſeit einer Ewigkeit nicht geſehen, grinſt ſie freundlich an, und hofft, ſie befinde ſi ch 10*
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