Teil eines Werkes 
8. Th. (1848)
Entstehung
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iſt auch vielleicht mehr. Ich kann es vor der Hand nicht ſagen. Weiter kann ich mich nicht erklären.

Obgleich dies blos eine kühle Antwort auf des Majors glühenden Enthuſtasmus iſt, ſo nimmt der Major ſie doch gnä⸗ dig auf, und freut ſich bei dem Gedanken, daß der Welt hoffent⸗ lich ſo bald Genüge geſchehen ſoll. Dann erhält Couſin Feenir ſeinen Theil Anerkennung von dem Gatten ſeiner liebenswürdi⸗ gen Anverwandten, und Couſin Feenix und Major Bagſtock ent⸗ fernen ſich, und überlaſſen dieſen Gatten wieder der Welt, und ſeinen Gedanken über die Richtigkeit, mit der ſeine Freunde die Meinung der Welt über ſeine Angelegenheiten, und ihre gerech⸗ ten und vernünftigen Erwartungen darſtellen.

Aber wer ſitzt in der Stube der Haushälterin, Thränen vergießend und mit oſt erhobenen Händen leiſe mit Mrs. Pipchin ſprechend? Es iſt eine Dame, deren Geſicht ein ſehr anliegender ſchwarzer Hut verbirgt, der nicht für ihren Kopf gemacht ſcheint. Es iſt Miß Tox, die ſich dieſe Verhüllung von ihrer Köchin ge⸗ liehen, und ſo im Geheimen vom Prinzeſſinplatz hierherkommt, um ihre alte Bekanntſchaft mit Mrs. Pipchin zu erneuern, und auf dieſe Weiſe ſichere Auskunft über Mr. Dombey s Gemüthszuſtand zu erlangen. 1

Wie trägt er es denn, meine Liebe? fragt Miß Tox.

Na, er iſt ziemlich derſelbe wie von jeher, ſagt Mrs. Pip⸗ chin in ihrer maliciöſen Weiſe.

Aeußerlich, verbeſſert Niß Tox. Aber was er innerlich fühlt! 8

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