3
—
— 141—
Die Welt— was die Welt von ihm denkt, wie ſie ihn an⸗ ſieht, was ſie in ihm entdeckt und was ſie von ihm ſagt— das iſt der Dämon, der beſtändig ſeine Seele quält. Er iſt überall, wo er iſt; und, was noch ſchlimmer iſt, er iſt überall, wo er nicht iſt. Er tritt mit ihm unter ſeine Diener, und dennoch läßt er ihn flüſternd hinter ſich zurück; er ſieht auf der Straße mit Fingern auf ſich weiſen; er wartet auf ihn auf ſeinem Comptoir; er blickt höhniſch über die Achſel reicher Handelsherren; er winkt und deutet und flüſtert unter der Menge; er kommt ihm immer und an jedem Ort zuvor; und er iſt immer am geſchäftigſten, wenn er fortgegangen iſt. Wenn er Nachts in ſeinem Zimmer eingeſchloſſen iſt, ſo iſt dieſer Dämon in ſeinem Hauſe, und drau⸗ ßen vor der Thür, hörbar in den Tritten auf dem Pflaſter, ſicht⸗ bar in ſchwarzen Lettern auf ſeinem Tiſche, dahinfahrend auf Eiſenbahnen und Dampfſchiffen; überall ohne Raſt und nur mit ihm beſchäftigt.
Es iſt kein Wahnbild ſeiner Phantaſie. Er iſt in Anderer Geiſt ſo beſchäftigt, wie in dem ſeinen. Das zeigt Couſin Fee⸗ nix, der, blos um ihn zu ſprechen, von Baden⸗Baden kommt. Das zeigt Major Bagſtock, der Couſin Feenix bei dieſer freund⸗ ſchaftlichen Sendung begleitet.
Mr. Dombey empfängt ſie mit ſeiner gewöhnlichen Würde und ſteht in ſeiner alten Stellung aufrecht vor dem Feuer. Er fühlt, daß die Welt aus ihren Augen auf ihn blickt; daß ſie ihn aus den Bildern an den Wänden anſchaut; daß Mr. Pitt, auf dem Bücherſchranke, ſie darſtellt; daß in ihren Karten an der Wand Augen ſind.
4
8 4 „ 4 4 8


