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ſelben wünſcht, und daß er ſicher darauf rechnet, wenn es Ihnen Ernſt damit iſt; denn Ihr beſtändiges Zurſchautragen von Liebe wird dem Gegenſtand derſelben nichts nützen.
Das iſt eine Drohung, ſagte ſie.
Das iſt eine Drohung, antwortete er auf ſeine ſtumme Weiſe, und fügte dann laut hinzu: aber nicht gegen Sie.
Stolz, aufrecht und würdevoll hatte ſie vor ihm geſtanden und ihm mit dem funkelnden Auge bis in das innerſte Herz ge⸗ blickt, und bitter und verächtlich hatte ihr Antlitz gelächelt bis jetzt; aber plötzlich ſank ſie zuſammen und wäre auf den Boden gefallen, wenn er ſie nicht in ſeinen Armen aufgefangen hätte. Faſt in dem Augenblick, wo er ſie berührte, machte ſie ſich wieder von ihm los, und ſtand wieder unbeweglich und mit vebietauiſc ausgeſtreckter Hand vor ihm.
Verlaſſen Sie mich, ich bitte Sie, ſagte ſie. Sagen Sie für heute nichts mehr.
Ich fühle die Dringlichkeit der Sache, ſagte Mr. Carker, weil man nicht wiſſen kann, was für unvorhergeſehene Umſtände in Folge Ihrer Unbekanntſchaft mit ſeiner Willensmeinung ein⸗ treten könnten. Ich höre, Miß Dombey iſt betrübt über die Ent⸗ laſſung ihrer alten Dienerin, die wohl auch mit in Folge dieſer Stimmung verabſchiedet worden iſt. Sie tadeln mich nicht mehr wegen der Bitte, Miß Dombey nicht anweſend ſein zu laſſen? Darf ich dies hoffen?
Nein. Bitte, verlaſſen Sie mich, Sir, ſagte ſie blos.
Ich wußte, daß bei Ihrem Intereſſe an der jungen Dame Ihnen der Gedanke höchſt peinlich ſein müßte, durch Ihre Bevor⸗
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