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Sie frug ihn, warum er das thue. Wäre ſie nicht ver⸗ blendet geweſen von Stolz und Zorn und Beſchämung, ſo hätte ſie die Antwort auf ſeinem Geſicht geleſen. Er wollte ihr dieſe Erklärung abnöthigen. 3
Sie ſah es nicht und kümmerte ſich auch nicht darum, ob es ſo ſei oder nicht. Sie ſah nur die Schmach und die Qual, die ſie gelitten und noch zu leiden hatte. Wie ſie ihn anſah, zer⸗ zupfte ſie die Federn eines Flügels von einem ſeltnen und ſchönen Vogel, der als Fächer an ihrem Gürtel hing, und ſtreute ſie auf den Boden.
Er zitterte nicht vor ihrem Blick, ſondern ſtand da wie ein Mann, der eine genügende Antwort in Rückhalt hat und ſie ſo⸗ gleich ſagen wird, ſo wie die äußern Zeichen ihres Zornes, die ihr entſchlüpft waren, ſich gelegt. Und dann ſprach er, feſt in ihre flammenden Augen ſehend.
Madame, ſagte er, ich weiß und wußte ſchon vor heute, daß ich keine Gnade vor Ihren Augen gefunden habe, und ich wußte warum. Ja, ich wußte warum. Sie haben ſich offen gegen mich ausgeſprochen; ich fühle mich ſo glücklich in dem Beſitz Ihres Vertrauens—
Vertrauen! wiederholte ſie verächtlich.
Er beachtete es nicht.
— daß ich nichts verhehlen will. Ich ſah in der That von Anfang an, daß Sie keine Zuneigung für Mr. Dombey hatten — wie hätte dies auch zwiſchen zwei ſo verſchiedenen Naturen der Fall ſein können! Und ich habe auch ſeitdem geſehen, daß ſtärkere Empfindungen als bloße Gleichgültigkeit in Ihrer Bruſt


