Teil eines Werkes 
5. Th. (1847)
Entstehung
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Aeuehgen ſteht vor der Thüre; die junge Frau erſcheint in der Vorhalle, wo Mr. Dombey ſie erwartet. Florentine ſteht ebenfalls reiſefertig auf der Treppe, und Miß Nipper, die eine Mittelſtellung zwiſchen Parlour und Küche eingenommen hat, ſoll ſie begleiten. Als Sdith erſcheint, eilt Florentine ihr entgegen, um ihr Lebewohl zu ſagen.

Friert Edith, daß ſie zittert? Hat die Berührung Florenti⸗ nens etwas Unnatürliches und Ungeſundes, daß die ſchöne Geſtalt ſcheu zurückweicht, als könnte ſie dieſelbe nicht ertragen? Iſt die Abreiſe ſo eilig, daß Edith mit einer grüßenden Handbewegung vorüberrauſcht und verſchwunden iſt?

Von ihrem Muttergefühl überwältigt ſinkt Mrs. Skewton in ihrer Cleopatraſtellung auf das Sopha, als das Rollen des Wa⸗ gens ſich in der Ferne verliert, und vergießt unterſchiedliche Thränen. Der Major, der mit der übrigen Geſellſchaft von Tiſch kommt, verſucht ſie zu tröſten; aber ſie will durchaus nicht getröſtet ſein, und der Major muß ſie verlaſſen. Couſin Feenix verabſchiedet ſich, und auch Mr. Carker. Die Gäſte gehen alle. Cleopatra iſt etwas wirr im Kopfe von der Gemüthsbewegung, und ſie ſchläft ein.

Wirre Köpfe giebt es auch unten. Der ſehr ſchlanke Jüngling, der ſo früh aufgeregt war, iſt mit dem Kopfe wie an⸗ genagelt an den Tiſch in der Speiſekammer und iſt nicht loszu⸗ kriegen. Eine gewaltige Umwandlung hat in Mrs. Perch ſtatt⸗ gefunden, ſie iſt melancholiſch über Mr. Perch und ſagt der Kö⸗ chin, ſie fürchte, er ſei nicht mehr ſo häuslich wie früher, wo ihrer

blos neun waren. Mr. Towlinſon klingt es in den Ohren und

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