— 19—
wäre, als Mr. Dombey ärgerlich wiederholte: der gewöhnliche Dank! und mit dem Major wegging. Und da der Major ſehr ſchwer in Mr. Dombey's Wagen, der hoch auf einem Lowry ſtand, zu heben war und Halt machen mußte und ſchwören, daß er den Eingebornen lebendig ſchinden und jeden Knochen in ſei⸗ nem Leibe zerbrechen wolle, und ihn mit noch andern körperlichen Martern bedrohte, ſobald er mit dem Fuß den Tritt verfehle und auf den dunkelfarbigen Eingebornen zurückfalle: ſo fand er kaum noch Zeit, vor der Abfahrt mit heiſerer Srimme zu wiederholen, daß nichts Gutes draus würde, daß es nicht anſchlüge und daß, wenn er„ſeinen Vagabunden“ erziehen laſſen wollte, er gewiß an den Galgen käme.
Mr. Dombey ſtimmte mit Bitterkeit bei; aber es lag ſeiner bittern Stimmung und dem grollenden Blick, mit dem er die im Fluge wechſelnde Gegend anſah, noch etwas mehr zu Grunde, als das Fehlſchlagen des ſchönen Erziehungsexperiments, das mit Beihülfe der Scheerenſchleifergilde verſucht worden. Er hatte an des Mannes einfacher Mütze einen Streifen neuen Krepp geſe⸗ hen, und ſein Weſen und ſeine Antworten hatten ihm deutlich geſagt, daß er um ſeinen, des großen Mannes, Sohn traure!
Alſo Hoch und Niedrig, Fremd und nicht Fremd, von Flo⸗ rentinen in ſeinem großen Hauſe an bis zu dieſem ungeſchliffenen Mann aus dem gemeinen Haufen, der das vor ihnen qualmende Feuer nährte, Alle beanſpruchten an ſeinem todten Sohn Theil zu nehmen und wagten, mit ihm zu rivaliſtren! Konnte er je vergeſſen, wie jene Frau an ſeinem Bette geweint und ihn ihr geliebtes Kind genannt hatte! Oder wie er, aus ſeinem Schlum⸗
2*


