an den Tagen im Seebade. Er war ein Weltmann und kannte einige vornehme Leute. Er ſprach viel und erzählte Geſchichten; und Mr. Dombey ſah in ihm einen der auserleſenen Geiſter, die in der Geſellſchaft glänzen, und der nicht den giftigen Flecken der Armuth, mit dem auserleſene Geiſter zu oft behaftet ſind, an ſich trug. Seine geſellſchaftliche Stellung war untadelhoft. Mit einem Worte, der Major war ein ganz vortrefflicher Reiſe⸗ gefährte, gewöhnt an das müßige Leben eines Weltmannes, wohl⸗ bekannt mit den Orten, welche ſie zu beſuchen gedachten, und ausgeſtattet mit einer gentlemänniſchen Glätte und Gewandtheit, die ſich neben ſeinem eigenen Citygepräge recht gut ausnahm und doch nicht damit rivaliſirte. Wenn Mr. Dombey eine leiſe Ahnung hatte, daß der Major, als ein Mann, den ſein Beruf geneigt machte, die erbarmensloſe Hand gering zu achten, welche ſeine Hoffnungen vernichtet, ihm unbewußt eine nützliche Lehre geben und ſeinen eitlen Schmerz vertreiben könnte, ſo verbarg er ſie vor ſich ſelbſt und ließ ſie ungeprüft auf dem Grunde ſeines Stolzes ruhen.
Wo iſt mein Kerl? ſagte der Major, und ſah ſich zornig im Zimmer um.
Der Eingeborene, der keinen beſondern Namen hatte, ſon⸗ dern auf jedes Schimpf⸗ oder Scheltwort gehorſam kam, erſchien ſogleich in der Thür und wagte nicht, näher zu treten.
Du Schurke! ſagte der choleriſche Major, wo iſt das
Frühſtück? Der Farbige verſchwand, um es zu holen, und man hörte ihn bald die Treppe in einer ſolchen Angſt heraufkommen, daß


