Teil eines Werkes 
4. Th. (1847)
Entstehung
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mich. Beim Himmel, Sir, ſagte der Major mit feierlicher Ent⸗ ſchiedenheit, es iſt ein Ehrentag für mich!

In ſeinem Reſpect vor ſich ſelbſt und ſeinem Gelde fühlte Mr. Dombey, daß dies ſehr wahr ſei, und beſtritt es daher nicht. Aber die unwillkürliche Anerkennung dieſer Wahrheit von Seiten des Majors und ſeine offene Darlegung derſelben waren ſehr angenehm! Es war für Mr. Dombey eine Beſtätigung, wenn er eine brauchte, daß ihn der Major verſtand. Es gab ihm die Vekſicherung, daß ſich ſeine Macht über ſeine unmittelbare Um⸗ gebung hinaus erſtrecke, und daß der Major, ein Offizier und Gentleman, ſie nicht weniger anerkenne, als der Aufſeher in der königlichen Börſe.

Und wenn es jemals tröſtlich war, dies oder Aehnliches zu wiſſen, ſo war dies jetzt der Fall, wo die Ohnmacht ſeines Wil⸗ lens, die Wandelbarkeit ſeiner Hoffnungen, die Nichtigkeit des Reichthums ihm ſo mächtig vor die Augen gerückt worden waren. Was das Geld bewirken könne, hatte ihn ſein Sohn gefragt. Manchmal, wenn er an die kindiſche Frage dachte, hatte er ſich ſelbſt fragen müſſen, was es bewirken könne, was es bewirkt habe?. Das aber waren Gedanken, die nur ſpät in der Nacht, wenn er in grollender Trauer daſaß, über ihn kamen, und ſein Stolz ließ ſich leicht beruhigen durch gegentheilige Betheuerungen, wahrhaft

und unverdächtig, wie die des Majors. Mr. Dombey faßte in

ſeiner Vereinſamung eine Neigung für den Major. Man kann gerade nicht ſagen, daß er warm gegen ihn wurde, aber er thaute

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ein wenig auf. Der Major hatte einen Theil keinen großen

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