Teil eines Werkes 
3. Th. (1847)
Entstehung
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Endlich meldete der erbarmensloſe Chronometer, daß Wal⸗ ter dem hölzernen Seecadetten den Rücken kehren müſſe; und er, der Onkel und der Capitain fuhren in einem Fiaker nach einem Werft, von wo aus ein Dampfboot ſie nach einer Strecke des Fluſſes bringen ſollte, deren Namen, wie der Capitain ihn aus⸗ ſprach, für das Ohr jeder Landratte ein unlösbares Räthſel blieb. Als ſie dieſe Strecke erreichten(das Schiff war mit der Fluth der letzten Nacht bis dahin gefahren), wurden ſie von ver⸗

ſchiedenen Themſeſchiffern, die in großer Aufregung waren, an⸗

gefallen. Unter ihnen war ein ſchmutziger Cyklop, ein Bekann⸗ ter des Capitains, der mit ſeinem einzigen Auge den Capitain ſchon ſeit einer Viertelſtunde hatte kommen ſehen und ſich in unverſtändlichem Gebrüll mit ihm unterhalten hatte. Nachdem dieſer Mann, der entſetzlich heiſer und aus Princip nicht raſirt war, ſich ihrer als gute Priſe bemächtigt, wurden ſie alle Drei an Bord des Sohns und Erben abgeſetzt.

Hier war Alles noch in ziemlicher Verwirrung. Segel lagen unordentlich auf dem naſſen Verdeck, loſe Taue legten den Leuten Fallſtricke, Männer in rothen Hemden liefen eilig hin und her, Kaſten und Fäſſer ſtanden überall im Wege, und im wildeſten Getümmel ſtand ein ſchwarzer Koch in einer ſchwarzen Kambuſe bis über die Ohren in Gemüſe und bis über den Kopf in dicken Rauchwolken.

Der Capitain zog Waltern gleich in eine Ecke, und zog mit großer Anſtrengung ſo, daß ſein Geſicht ganz roth wurde, die ſilberne Uhr hervor, die ſo groß war und ſo feſt in der Ta⸗ ſche ſteckte, daß letztere ihr folgte.

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