Teil eines Werkes 
2. Th. (1847)
Entstehung
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und ſie ſingt mir etwas vor. Nachts träume ich ſo wunderliche Dinge!

. Und er wärmte ſich wieder die Hände und ſchien über dieſe wunderlichen Dinge zu brüten, wie ein alter Mann oder ein jun⸗ ger Kobold.

Mr. Dombey war ſo erſtaunt und beklemmt, und fühlte ſich ſo gänzlich außer Stande, das Geſpräch fortzuſetzen, daß er blos ſchweigend ſeinen Sohn bei dem Schimmer des Feuers an⸗ ſchaute, die Hand immer noch auf den Rücken gelegt, als würde ſie dort durch magnetiſche Kraft feſtgehalten. Einmal drehte er mit der andern Hand das ſinnende Geſicht ſeinem eignen zu. Aber es wendete ſich ſogleich wieder gegen das Feuer, wie er es los ließ; ſo blieb er ſitzen, in die flackernde Glut ſchauend, bis die Wärterin kam, um ihn zu Bett zu bringen.

Florentine ſoll mich holen, ſagte Paul.

Und wollen Sie nicht mit Ihrer guten Amme kommen, Maſter Paul? erwiderte die Wärterin mit großem Pathos.

Nein, ich will nicht, entgegnete Paul und ſetzte ſich wieder in dem Armſtuhle zurecht, wie der Herr vom Hauſe.

Mit einem: Gott behüt' die Unſchuld! entfernte ſich Mrs. Wickam und alsbald erſchien Florentine an ihrer Stelle. Das Kind fuhr plötzlich wie neubelebt in die Höhe, und zeigte ſeinem

Vater, wie es gute Nacht nahm, ein Geſicht, daß ſo viel heitrer, jünger und kindlicher war, daß Mr. Dombey, höchlich beruhigt durch dieſen Wechſel, ganz verwundert war.

Als ſie zuſammen das Zimmer verlaſſen hatten, glaubte er

leiſes Singen zu vernehmen; und da er ſich an das erinnerte,