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was Paul von ſeiner Schweſter geſagt hatte, ſo trieb ihn die Neugier, die Thür zu öffnen und zu lauſchen und ihnen zu⸗ zuſehen. Sie ging mühſam, den Knaben auf den Armen, die breite, öde Treppe hinauf, ſein Kopf ruhte auf ihrer Schulter und der eine Arm ſchlang ſich nachläſſig um ihren Hals. So gelangten ſie hinauf; das Mädchen den ganzen Weg ſingend, während der Knabe leiſe nacſſummte. Mr. Dombey blickte ih⸗ nen nach, bis ſie die letzte Stufe der Treppe überſchritten hat⸗ ten— nicht ohne unterwegs zu raſten— und ſeinen Augen entſchwanden; und auch dann blieb er noch ſtehen und ſchaute hinauf, bis die bleichen Strahlen des Mondes, die melancholiſch durch das trübe Rundfenſter ſchimmerten, ihm in ſein Zimmer zurückleuchteten.
Am nächſten Tage bei Tiſch wurden Mrs. Chick und Miß Tox zur Berathung berufen; und als das Tiſchtuch abgenom⸗ men worden, eröffnete Mr. Dombey die Sitzung mit der Auf⸗ forderung, ihm ohne Beſchönigung und Rückhalt zu ſagen, ob Paul etwas fehle und was Mr. Pilkins über ihn ſage.
Denn, ſagte Mr. Dombey, das Kind iſt, fürchte ich, nicht ſo kräftig, als ich es wünſchte.
Mit deinem dir eignen Scharfblick, lieber Paul, erwiderte Mrs. Chick, haſt du gleich den richtigen Punkt getroffen. Unſer lieber Engel iſt nicht ganz ſo kräftig, als ſich wünſchen ließe. Die Sache iſt, daß ihm ſein Verſtand zu viel zu ſchaffen macht. Sein Geiſt iſt viel zu groß für ſeinen Körper. Wahrhaftig, wenn ich erzählte, wie das Kind manchmal redet, ſo würde es kein Menſch glauben, ſagte Mrs. Chick mit feierlichem Kopf⸗


