Teil eines Werkes 
2. Th. (1847)
Entstehung
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Projecten; das kleine Ebenbild erfüllt von der Himmel weiß was für abenteuerlichen Phantaſien, halbfertigen Gedanken und im Blauen herumſchweifenden Träumen. Mr. Dombey ſteif durch Dünkel und Förmlichkeit; das kleine Ebenbild durch das Blut und in unbewußter Nachahmung. Beide einander ſo au⸗ ßerordentlich ähnlich und doch auch wieder ſo ungeheuer ver⸗ ſchieden.

Bei einer ſolchen Gelegenheit, wo beide lange Zeit ganz ſtill geweſen waren und Mr. Dombey nur durch einen gelegent⸗ lichen Blick auf die offenen Augen ſeines Kindes, in denen das helle Feuer glänzte wie ein Juwel, bemerkte, daß es noch wachte, brach Paul endlich das Schweigen mit folgenden Worten:

Papa! was iſt Geld?

Dieſe unvorbereitete Frage ſtand in ſo enger Beziehung mit dem, was Mr. Dombey's Nachdenken eben beſchäftigte, daß er ordentlich außer Faſſung kam.

Was Geld iſt, Paul? gab er zur Antwort. Geld?

Ja, ſagte das Kind, indem es die Hände auf die Seiten⸗ lehnen ſeines kleinen Stuhls legte und ſein altbärtiges Geſicht gegen Mr. Dombey wendete; was iſt Geld?

Mr. Dombey war in Verlegenheit. Er hätte ihm gern eine lange ſtaatsökonomiſche Abhandlung, mit den nöthigen Kunſtausdrücken geſpickt, gehalten; aber wie er auf den kleinen Stuhl niederblickte und ſah, wie weit hinab es war, antwortete er: Gold und Silber und Kupfer. Guineen, Shillinge, Half⸗ pence. Du weißt, was das iſt?