Dombey beſchäftigt mit verwickelten gewinnſüchtigen Plänen und
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So wurde Paul faſt fünf Jahr alt. Er war ein hübſcher Knabe, obgleich des Kleinen Geſicht etwas Kränkliches und Trü⸗ bes hatte, was manches bedeutſame Schütteln von Mrs. Wickam's Haupt und manchen tiefen, aber ſtummen Seufzer von Mrs. Wickam's Bruſt veranlaßte. Seine Gemüthsart gab alle Hoff⸗ nung, in ſpätern Jahren herriſch zu werden; und er zeigte ein ſo vielverſprechendes Bewußtſein ſeiner eignen Wichtigkeit und der gebührenden Unterordnung aller andern Perſonen und Dinge unter ſein Intereſſe, als man nur wünſchen konnte. Er konnte heiter ſein wie ein Kind, und ſein Charakter war gar nicht mür⸗ riſch; aber manchmal ſaß er mit ſo altbärtigem nachdenklichem Geſicht ſinnend in ſeinem Armſtühlchen, daß man ihn für eins jener ſchrecklichen kleinen Weſen in den Mährchen hätte halten können, die hundert und funfzig oder zweihundert Jahre alt ein phantaſtiſches Ebenbild der Kinder ſind, mit denen ſie einſt ver⸗ tauſcht worden. Häufig überkam ihn dieſe Laune oben in der Kin⸗ derſtube; zuweilen ganz plötzlich mit der Klage, er ſei müde: ſelbſt wenn er mit Florentinen ſpielte oder Miß Tox als Pferd vor ſich hertrieb. Aber nirgends konnte man ſicherer darauf rechnen, ihn in dieſem Zuſtande zu ſehen, als in ſeines Vaters Zimmer, wenn er nach dem Eſſen in ſeinem Stühlchen neben ihm am Feuer ſaß. Sie waren alsdann das ſeltſamſte Bild, welches je von der Kaminflamme beleuchtet worden iſt. Mr. Dombey ſo ſteif und würdevoll in das Feuer blickend; ſein kleines Eben⸗ bild mit einem alten, alten Geſicht mit der ernſten, ſinnenden Aufmerkſamkeit eines Weiſen in die rothe Glut ſchauend. Mr.


