mit dem Gedanken, daß er einen neuen Meilenſtein hinter ſich⸗ habe und dem großen Ziele der Reiſe um ſo viel näher ſei. Denn das ſeinen ganzen Geiſt beherrſchende Gefühl, das mit Pauls zunehmendem Alter immer heftiger und ſtärker wurde, war Ungeduld— Ungeduld, die Zeit kommen zu ſehen, wo ſeine Träume von ihrer gemeinſamen Wichtigkeit und Größe ſich ver⸗ wirklichten. 3
Einige Philoſophen behaupten, Selbſtſucht liege ſelbſt un⸗ ſern lobenswertheſten Neigungen zu Grunde. Mr. Dombey ſah ſein Kind von Anfang an ſo entſchieden als einen Theil ſeiner eignen Größe oder(was daſſelbe iſt) der Größe von Dombey und Sohn an, daß man jedenfalls den Grund ſeiner väterlichen Zuneigung, wie bei vielen anſehnlichen Gebäuden von gutem Rufe, bis auf dieſen niedrigen Punkt verfolgen konnte. Aber er liebte ſeinen Sohn mit aller Liebe, deren er fähig war. Wenn ſein Herz einen warmen Platz hatte, ſo nahm ihn ſein Sohn ein; wenn ſich in ſeine ſteinharte Maſſe ein Bild einprägen konnte, ſo mußte man das Bild ſeines Sohnes dort erblicken; zwar nicht als Kind, ſondern als erwachſenen Mann, als den „Sohn“ der Firma. Daher brannte er vor ungeduldigem Ver⸗ langen, in der Zeit fortzuſchreiten und über die noch dazwiſchen⸗ liegenden Vorfälle des Lebens hinwegzueilen. Daher fühlte er in Bezug auf dieſe wenig Beſorgniß trotz aller ſeiner Liebe; ſchien es ihm doch, als ob der Knabe ein gefeites Leben habe und der⸗ einſt der Mann werden müſſe, mit dem er beſtändig in Gedanken zu thun hatte und für den er wie für etwas wirklich Vorhande⸗ nes Tag für Tag Pläne und Entwürfe machte.


