Teil eines Werkes 
2. Th. (1847)
Entstehung
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gleichbedeutend zu ſein ſcheint mit eines andern Mannes Wittwe die um den Dienſt bei Mr. Dombey angehalten hatte und angenommen worden war, weil es allem Anſchein nach un⸗ möglich war, daß ſie Verbindungen mit Verwandten haben konnte; ſie war daher ein oder zwei Tage nach Pauls plötzlicher Entwöhnung als Wärterin angeſtellt worden. Mrs. Wickam war eine ſanfte Frau, blond und weiß, mit beſtändig in die Höhe gezogenen Augenbrauen und beſtändig ſchmachtend geſenktem Kopfe; immer bereit, ſich ſelbſt und einen Dritten zu bemitleiden oder bemitleidet zu werden, und mit einem merkwürdigen Talent begabt, Alles in einem entſetzlich trübſeligen Lichte zu betrachten und die ſchrecklichſten Beiſpiele anzuführen und aus der Aus⸗ .. übung dieſes Talents den größten Troſt herzuleiten. 1 Es iſt kaum zu erwähnen nothwendig, daß Mr. Dombey von alledem nicht das geringſte ahnte. Das wäre auch in der That 1 merkwürdig genug geweſen, da Niemand im ganzen Hauſe, nicht 1 einmal Mrs. Chick oder Miß Tox, nur anzudeuten wagte, daß man bei irgend einer Veranlaſſung Anlaß zu Beſorgniſſen um . den kleinen Paul gehabt. Er hatte als feſtſtehende Maxime an⸗ genommen, daß das Kind eine gewiſſe Reihe von unbedeutenden Krankheiten durchmachen müſſe, und daß es am beſten ſei, wenn 8 es bald damit fertig werde. Wenn er ſeinen Sohn hätte los⸗

1 kaufen oder einen Erſatzmann für ihn ſtellen können, wie bei 1 einem ſchlechten Treffer beim Auslooſen für die Miliz, ſo hätte e er dies gern und ohne Geld zu ſchonen gethan. Aber da dies . nicht anging, ſo fragte er ſich zuweilen blos ſtaunend auf ſeine ſtolze

Weiſe, was die Natur eigentlich dabei denke, und tröſtete ſich