Teil eines Werkes 
2. Th. (1847)
Entstehung
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beraubt, ſich in den Taumel der Welt ſtürzte, in Clubs und Kaffeehäuſern ſpeiſte, zu drei verſchiedenen Malen nach Tabak roch, allein ins Theater ging, kurz, wie Mrs. Chick einmal zu ihm ſagte, jedes geſellſchaftliche Band und jede moraliſche Ver⸗ pflichtung lockerte.

Aber trotz ſeines vielverſprechenden Beginnens wollte mit all dieſer Sorgfalt und Pflege der kleine Paul nicht gedeihen. Vielleicht von Natur ſchwächlich, ſiechte er nach der Entlaſſung ſeiner Amme langſam hin und ſchien lange Zeit nur auf eine Gelegenheit zu warten, ihnen durch die Hände zu ſchlüpfen und ſeine verlorne Mutter aufzuſuchen. Und ſelbſt als er die⸗ ſes gefährliche Stück in ſeinem Kirchthurmrennen nach dem reifern Alter hinter ſich hatte, war der Ritt immer noch beſchwer⸗ lich genug, und alle Hinderniſſe auf ſeinem Wege machten ihm höchlichſt zu ſchaffen. Jeder Zahn war für ihn eine halsbreche⸗ riſche Hecke und jedes Blüthchen der Maſern eine ſteinerne Mauer. Von jedem Anfall des Keuchhuſtens ſtürzte er und wurde von einer ganzen Schaar kleiner Krankheiten, die ſich herbeidrängten, um ihn nicht wieder aufkommen zu laſſen, überfallen und gepei⸗ nigt. Selbſt Schwämmchen und Spitzpocken wurden ihm ge⸗ fährlich.

Der Froſt ſeines Tauftags hatte vielleicht einen empfind⸗ lichen Theil ſeiner Natur getroffen, der in dem kalten Schatten ſeines Vaters ſich nicht wieder erholen konnte, oder von jenem Tage an war er ein unglückliches Kind. Mrs. Wickam ſagte gft. daß ſie ihr Lebtag noch kein ſo armes Schäſchen geſehen habe. Mrs. Wickam war die Frau eines Kellners was faſt