Teil eines Werkes 
2. Bd. (1850)
Entstehung
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gen die Prachtkleidung der hohen Geſell⸗ ſchaft abſtach; fühlte doch Jedermann ehrer⸗ bietige Theilnahme an der Würde, welche die feierliche Handlung durch die edle Einfalt des langſam daher ſchreitenden Greiſenpaares erhielt. Auf die Zuſchauer⸗ menge, worunter größtheils Langenburgi⸗ ſche Unterthanen waren, wirkte dieſe Scene ausnehmend; die Beehrung ihres Standes entzückte ſte, und mit lautem Jubel prie⸗ ſen ſie die Herablaſſung ihrer Herrſchaft. Keiner war unter ihnen, der nicht in die⸗ ſem Augenblicke ſein Leben für Erich und Sophieen gegeben. Als man nach der

Kirchenzeremonie in den Burgſaal zur Ta-

fel ging, erſchien ein Chor weißgekleideter Juͤnglinge und Mädchen; einer der erſtern überbrachte dem Muͤller einen großen Brief; und von den letztern behändigte die eine ſeinem Weibe ein Bund Schlüſ⸗

ſel, der Müller ſchüttelte den Kopf und