Teil eines Werkes 
2. Bd. (1850)
Entstehung
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gab zu verſtehen, daß er nicht leſen könne; da nahm Erich den Brief, öffnete ihn und ſagte:Dies Papier braucht Ihr nicht zu leſen, ſondern nur zu verwahren. Es iſt die Schenkungsurkunde über das Gut Weißenfels ſammt allen dazu gehörigen Erträgniſſen und Vorrechten. Eure Frau hat bereits die Schlüſſel und es ſteht in Eurem Belieben, noch heute von dem Gute Beſitz zu nehmen.

Der Müller und ſein Weib weinten vor Freuden, über die Dankbarkeit So⸗ phiens, welche Erich als die Urheberin dieſer Wohlthat angab. Die alten Leute

hatten jetzt die Ausſicht des ruhigſten Al⸗ ters; aber der Gedanke, daß ſie ohne Er⸗ ben wären, beunruhigte ſie auch mitten in dieſer Entzückung. Schluchzend be⸗ ſchwerten ſie ſich über dieſen Mangel bei allem Ueberfluſſe; da wies Erich auf den Jüngling und das Mädchen hin, welche