Teil eines Werkes 
1. - 4. Bdchn (1850)
Entstehung
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Nach Monza. Wir werden uns auf Umwegen hin⸗ begeben. Man wird uns nicht dort vermuthen. Dieſes ſehr einſam liegende Schloß iſt allen meinen Bekannten unbekannt, es iſt leicht zu bewachen. Herr von Jauſſe⸗ liere kann ſich demſelben nicht auf zwei Stunden im Umkreis nähern, ohne daß ich auf der Stelle davon be⸗ nachrichtigt werde. Ich habe es wohl überdacht, ich habe alle Chancen erwogen, dahin müſſen wir gehen. Machen Sie daher Alles bereit, Fräulein, damit wir heute Abend bei unſerer Rückkehr von Eberſtein nur in den Wagen ſteigen können. 1

Was wird die Frau Marquiſe dazu ſagen?

Sie wird ſagen... was ſie ſagen muß; beküm⸗ mern Sie ſich nicht darum. Beſonders laſſen Sie ſie über meine Launen Zeter ſchreien; bleiben Sie der Sache ganz fremd, ſie ſoll mich allein anklagen, das iſt weſent⸗ lich. Sie haßt Monza, es mißfällt ihr wie der Tod und ich hatte ihr verſprochen, den Plan einer Reiſe da⸗ hin aufzugeben. Eine Sicherheit mehr für uns, denn ſie hat ihren Sieg allenthalben auspoſaunt.

Aber wie kann ich Ihnen für alle dieſe Güte dan⸗ ken, mein Herr? Welchem Umſtande verdanke ich eine ſo wirkliche und ſo hingebungsvolle Theilnahme? Sie ſind wahrhaftig tauſendmal zu gut.

Ich anerkenne Ihr Zutrauen unnd Ihre Bemühun⸗ gen mit meiner Tochter nach Gebühr, Nichts iſt ein⸗ facher; Sie haben meinen Schutz nachgeſucht und den⸗ ſelben erlangt, das iſt Alles.

So erlauben Sie mir denn, mich ſogleich mit un⸗ ſerer Abreiſe zu beſchäftigen, mein Herr, und glauben Sie, ich bitte Sie, an meine volle Erkenntlichkeit. Ich drücke mich ſchlecht aus, das fühle ich wohl, Sie über⸗ häufen mich... und...

Genug, genug, Fräulein, ich ſchätze mich glücklich, Sie zu verpflichten. Gehen Sie nun, denn es iſt nöthig. Auf Wiederſehen heute Abend.

Als Chriſtine Herrn von Monza verließ, hatte ſie