Teil eines Werkes 
1. - 4. Bdchn (1850)
Entstehung
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dieſer Meiſter der Meiſter, iſt der einzige Führer, dem man folgen muß.

untt Gewiß, wenn Frau von Monza ſich ſelbſt geſagt ätte:

Mein Mann liebt dieſe Frau, ich bin vergeſſen, hintergangen, davon bin ich uͤberzeugt; er liebt ſie ſo, daß er mich tauſendmal für ſie opfert; gewiß hätte ihr dieß auf der Stelle den Todesſtreich verſetzt; allein ſie geſtand es ſich nicht, ſie wollte ſich's nicht geſtehen, ſie ſchonte ſich, wie man einen Freund ſchont, dem man die halbe Wahrheit verbirgt, die ihm zu peinlich ſein muß. Sie unterließ nur die Forderungen, die ungeſtümen Bemer⸗ kungen, und legte ſich als einziges Mittel, ihre Sache zu unterſtützen, die Liſt auf.

Sie wollen Fräulein Orthez beibehalten, mein Herr, ſagte ſie, Sie haben hiefür gewichtige Gründe, Gründe, die ich nicht kenne und die mir zu eröffnen Ihnen unterſagt iſt. Ich läugne es nicht, weil ich es nicht weiß. Sie ſind Herr im Hauſe, Amadee, Sie haben zu verfügen, ob Sie eine Perſon im Hauſe be⸗ halten wollen, die mir mißfällt, und ich muß mich

Ihrem Willen unterziehen, ich muß es, ich werde es thun, ſeien Sie ruhig, und ich werde mich nicht beklagen.

Hiemit hätte ſie die Sache auf ſich beruhen laſſen ſollen; das Opfer war gebracht, allein faſt immer ver⸗ liert man den Werth der Opfer, wenn man ſie nur halb bringt. Sie fügte hinzu:

Laſſen Sie bei Ihrer, bei unſerer Tochter eine Frau, die meinem Herzen, meinen Ideen zuwider iſt, ſtellen Sie dieſelbe an die Spitze Ihres Hauſes, ich widerſetze mich nicht; aber fordern Sie dann auch nichts mehr von mir. Ich werde hier bleiben wie eine Fremde, ich werde mich weder mit Ihnen noch mit ihr, noch mit Flavia mehr beſchäftigen, ich werde mich in meine Ein⸗ ſamkeit, in meine Thränen verſchließen und dann können Sie thun, was Sie für gut finden, ich werde Sie nicht mehr geniren. 1

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