Teil eines Werkes 
1. - 4. Bdchn (1850)
Entstehung
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nehmen gehörte. Und um Ihnen meine Gedanken voll⸗ ſtändig zu geſtehen, glaube ich, daß es mehr als Zeit dazu di und daß Robert...

Was! Robert?

Sie haben es nicht beachtet, aber man ſpricht da⸗ von und mit Recht ſpricht man davon. Er kannte ſie früher als wir; er war damals in ſie verliebt, wie er mir erzählt hat. Seit ſie bei uns iſt, beſchäftigt er ſich mit Takt und Maß mit ihr; dennoch kann er ſich nicht immer beherrſchen und ich habe ſie auf gegenſeitigen Blicken ertappt... Kurz, ich würde mich nicht wun⸗ dern, wenn er bei dem großen Geheimniß dieſer Nacht betheiligt wäre. Das waͤre nichts Erſtaunliches; ſie ſind Beide jung, Beide ſchön, Beide frei, ſie haben ſich ge⸗ liebt, das mußte ſo kommen; ich rechne es ihnen nicht als aßrdeechen an, nur werde ich ſie bitten, ſich anderswo zu lieben.

Jedes dieſer Worte fuhr wie ein Pfeil in Amadee's Herz; demungeachtet fing er ſie bei jener Sucht, der wir Alle unterworfen ſind, zu verſchlingen nämlich, was uns quält, mit ſeltſamer Begierde auf. Er fand keine Ant⸗ wort; in einem Augenblick kreuzten ſich tauſend Gedan⸗ ken in ſeiner Einbildungskraft.

Ha, ſagte er bei ſic, die Undankbare! Ich laſſe ſie fortjagen!

Und im andern Augenblick ſtellte er ſich Chriſtine allein und frei, zwiſchen Ernſt und Robert vor, dem Einen oder dem Andern, vielleicht Beiden, ihre Gunſt gewäh⸗ rend, und unterdeſſen ſollte er, an ſeine Kette gedm⸗ det, Nichts ſehen, Nichts wiſſen, noch ſich dieſer Liebe, dieſen Banden widerſetzen können, bei deren bloßem Ge⸗ danken er erbebte.

Oh, nein, rief ihm ſeine Eiferſucht zu, ſie muß bleiben!

Beatrix ſchwieg und ſpähte nach dem Ausdruck ſei⸗

nes Geſichtes, den ſie ſich nicht erklären konnte. Sie,

die Ungeduldige, wartete geduldig! Sie glaubte ſich