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ohne, wie ich Ihnen verſprochen, meinen Fehler gut ge⸗ macht zu haben. Ich ging daher zu meiner Tochter hinauf, die Thüre war offen, ein Licht brannte auf dem Kamin, das Kind ſchlief und Niemand bewachte ſeinen Schlummer...
Wie? ſagte der Marquis, zum Voraus beunruhigt über das, was er vernehmen würde.
Ja, mein Lieber, begreifen Sie, daß dieſe ſo ſtrenge, ſo pflichttreue Perſon, ſtatt bei ihrem Zögling zu ſein, nach Mitternacht Gott weiß wo umherlief?
War es gleich nach Mitternacht, Madame? Nicht ſpäter?
Einige Minuten nach Mitternacht trat ich bei Fräu⸗ lein Orthez ein, Amadee, und wartete dort bis drei Uhr Morgens auf ſie.
Herr von Monza fühlte, daß all ſein Blut ſeinem Herzen zuſtrömte. Er hatte Chriſtine nur bis halb zwei Uhr geſehen. Wo hatte ſie bis dorthin geſteckt? Dieſe ſchon in ihrem Werden zur Rieſenhöhe erwachſene Lei⸗ denſchaft durchbohrte ihn ſchon mit den tauſend Stichen der Eiferſucht.
Oh, dachte er, ich werde Alles erfahren, man wird mich nicht zum Beſten halten!
Und indem er ſo viel als möglich eine gleichgültige Miene erheuchelte, verſetzte er:
Das iſt in der That ernſthaft; aber ohne Zweifel haben Sie die Gouvernante darüber befragt. Sie wird Ihnen geantwortet und Rechenſchaft über ihre Zeit ab⸗ gelegt haben? Haben Sie ihre Gründe unſtatthaft ge⸗ funden?
Sie hat mir über Nichts Rechenſchaft abgelegt; ſie hat die Haltung einer Königin, einer Heiligen ange⸗ nommen; ſie hat im Gegentheil mich verhört, ſie; ich habe nie eine ſolche Unverſchämtheit geſehen.
Und wie endigte die Geſchichte?
Ich habe ihr bedeutet, daß ſie noch heute bei mir austreten müſſe, wie das ſich nach einem ſolchen Be⸗


