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„Geben Sie ſich nicht die Mühe, mir in meinen Schritten hier hinderlich zu ſein, denn hören Sie, was ich thun werde. Das erſte Mal, wo Sie im Conver⸗ ſationsſalon erſcheinen werden, wird der Graf von Jauſſelieère ſich Ihnen nähern und Ihnen eine jener Beſchimpfungen in's Geſicht ſchleudern, die Blut ver⸗ langen und die demungeachtet ohne Zweifel von Ihnen angenommen werden wird, denn die Genugthuung wäre ſchimpflicher für Sie, als die Beleidigung, nicht wahr? Man wird ſich über Ihre Ruhe verwundern; ich werde dieſem Volke von Badenden, das meinen wahren Namen und meine Abenteuer vergeſſen hat, den Grund davon mittheilen und ich werde ſchon Zeit zur Flucht haben, bevor meine Auslieferung befohlen iſt.
„Sollte ich zufälliger Weiſe früher verhaftet werden, wohlan, ſo wiſſen Sie, daß ich nicht ſehr am Leben hange, und ich werde mich bereit machen, dieſe Entwick⸗ lung meines Lebens auf die befriedigendſte Weiſe zu ſpielen und mich mit meinen lieben Verwandten umge⸗ ben, verſtehen Sie? Wir haben ja dann einen ſehr bequemen Zuſammenkunſtsort und ich werde ſo leicht ſterben, wenn Sie mir die Augen zudrücken!
„Wir haben uns verſtanden, vermuthe ich, Sie haben nun zu wählen. Chriſtine für mich oder eigentlich für uns, für unſer edles Haus, eine jener ganz volks⸗ thümlichen Berühmtheiten, denen Nichts fehlt, nicht ein⸗ mal die Lacher. Sie, ſo ſtreng, ſo ſehr an dem, was man Chre heißt, hängend, was ſagen Sie zu dieſer Wahl?--
„Ihr wohlgeneigter Vetter, „Ernſt.“
Nachdem der Marquis dieſen Brief geleſen hatte, ſchlug er ſich vor die Stirne und murmelte:
Was thun, mein Gott! was thun? O, ich muß Chriſtine beſitzen!


