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leiſten wagen, ſondern Furcht bekommen. Mit Einem Worte kann ich ihn zu Grunde richten.
Er nahm die Feder zur Hand und ſchrieb:
„Ich begreife nicht, wie Sie es wagen durften, ſich ſo nahe an die franzöſiſche Gränze zu wagen, noch we⸗ niger begreife ich, daß Sie mein Haus ſo wenig achten, um eine Perſon, die darin wohnt, anzugreifen und ihr auf eine Weiſe zu drohen, wie Sie es thun. Sie kön⸗ nen mir Nichts mehr mittheilen, ich weiß Alles, und damit ſei Ihnen geſagt, daß Ihre Verfolgungen künf⸗ tig unnütz und Ihre Drohungen ohnmächtig ſein wer⸗ den. Verlaſſen Sie ſo ſchnell als möglich eine Gegend, in welcher Sie ſo große Gefahr laufen und wo Sie jeden Augenblick erkannt werden können. Gott möge Sie geleiten und ich nie wieder von Ihnen ſprechen hören.“
Ueberzeugt, daß er erkannt werde, unterzeichnete er dieſen Brief nicht und trug ihn, ſobald der Tag an⸗ brach, in das ihm von Chriſtine bezeichnete Hôtel. Die Antwort ließ nicht auf ſich warten. Sie lautete:
„Holla, mein ſchöner Marquis, verfahren wir ſo! Wie! nicht größere Willfährigkeit, als dieſe, gegen einen ſo nahen Verwandten! Wie! Sie nehmen mir meine Maitreſſe und verlangen, ich ſolle die Bäder verlaſſen! Erlauben Sie mir, dieſe Bedingungen nicht anzunehmen. Ich trete Ihnen die ſchöne Chriſtine nicht ab, bei Gott! Sie hat Ihresgleichen auf der Welt nicht und ich ge⸗ denke noch die ganze Saiſon in Baden zu bleiben. Wir ſtehen daher noch ſehr weit von einander. Indeſſen will ich Ihnen ſtatt dieſer zwei Kleinigkeiten, die ich Ihnen unmöglich gewähren kann, zwei kleine Rath⸗ ſchläge ertheilen.
„Verzichten Sie auf Fräulein Orthez, ſie iſt zu ſtark für Sie, ſie wird Sie zu Grunde richten; Sie kommen nur in's Unglück durch dieſes Mädchen, mein Lieber, das kündige ich Ihnen an, und ich bin ein guter Prophet.


