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bietigen Dank für die Güte zollen würde„ mit der er mich beehrt, ſeit ich in ſeinem Hauſe bin. Das, Ma⸗ dame, iſt die Wahrheit, die vollſtändige Wahrheit, ohne Einſchränkung noch Hintergedanke, Sie dürfen mir glau⸗ ben, und ich kann Ihnen keinen größeren Beweis meiner Achtung geben, als wenn ich mich vor Ihnen rechtfer⸗ tige; jeder Andern hätte ich nicht einmal geantwortet. Ich verachte verläumderiſche Beſchuldigungen und nehme mir nicht die Mühe, ſie zu bekämpfen.
Aber, Fräulein, fuhr die Marquiſe halb überzeugt fort, Sie könnten mir doch wenigſtens ſagen, wo Sie waren.
Dieß iſt mein Geheimniß, Madame, und betrifft nur mich. Ich kann und will es nicht entdecken und darf hinlänglich auf Ihre Unparteilichkeit hoffen, um die andere Frage nicht beantworten zu müſſen.
So müſſen wir uns alſo trennen, Fräulein; die Gou⸗ vernante meiner Tochter muß auf alle Fragen antwor⸗ ten und über ihre Zeit genaue Rechenſchaft ablegen önnen.
Wir werden uns trennen, Madame, erwiderte Chri⸗ ſtine kalt, Sie haben nur zu befehlen.
Ganz gut, Fräulein, fügte Beatrir hinzu, indem ſie aufſtand und ſich in ihren Pelz hüllte; ich werde morgen mit Herrn von Monza darüber ſprechen und wir werden Betreffs Ihres Austritts die nöthigen Beſtimmungen treffen.
Zu Ihren Befehlen, Frau Marquiſe.
Und mit einer tiefen Verbeugung begleitete ſie Frau von Monza mit einem Leuchter in der Hand höflich bis an deren Zimmerthüre, verneigte ſich hier nochmals und eilte dann in ihr Zimmer zurück. Als ſie endlich allein war, warf ſie ſich auf die Kniee, faltete die Hände und rief:
Fortgejagt! mein Gott, fortgejagt! weil ich recht⸗ ſchaffen war, weil ich meinen Fehler gut machen wollte. O, wo iſt denn der Unterſchied zwiſchen dem Guten


