Teil eines Werkes 
1. - 4. Bdchn (1850)
Entstehung
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und ich wurden gewählt, um, er den Achilles, ich die Eriphyle in Iphigenia's Opfer vorzuſtellen. Wir hielten mehrere Proben; ſo ward ich ihm näher gebracht, wir ſahen uns täglich, er beſchäftigte ſich angelegentlichſt mit mir; ich wies ſeine Huldigungen von mir, wie die der Andern, zwar mit etwas mehr Schwierigkeit vielleicht, jedenfalls mit mehr Bedauern. Der Tag der Vorſtellung kam. Der Graf erſchien mir als Achilles bewunderungs⸗ würdig ſchön, ich konnte meine Blicke nicht von ihm ab⸗ wenden und zum erſten Mal entdeckte ich auf dieſer Phy⸗ ſiognomie etwas ſo Ungewöhnliches, daß ich davon über⸗ raſcht ward. Dieſer Mann war jedenfalls ein geiſtig überlegenes Weſen, er trug eine Maske in der Welt und und unter dieſer leichtfertigen Maske verbarg ſich ein mächtiger Wille, eine ungewöhnliche Intelligenz; auch weiß ich nicht, welch unheilweiſſagendes Zeichen auf ſei⸗ ner Stirne ich ebenfalls in dieſem Augenblick zum erſten Mal entdeckte. Wenn ich Miltons ſo ſchönen, ſo großen, ſo furchtbaren Satan malen wollte, ſo würde ich gewiß den Grafen von Jauſſeliéere malen.

Den Grafen von Jauſſeliere! rief Amadee, indem er blaß wie eine Leiche ward, den Grafen von Jauſſe⸗ liere haben Sie geſagt?

Ja, mein Herr.

Und dieſer liebt Sie, dieſen lieben Sie?

Ja, mein Herr. Kennen Sie ihn?

Ob ich ihn kenne, den Elenden!

Und der Graf ſchritt in einem Zuſtande der Auf⸗ regung, der an Wahnſinn gränzte, zweimal haſtig durch das Zimmer.

O, Herr Marquis, aus Erbarmen, reden Sie, ich beſchwöre Sie!

Fräulein, ſagte der Marquis, ihr die Hand zum Zerquetſchen drückend, Fräulein, der, den Sie lieben, iſt ein.. O, armes Mädchen! armes Mädchen! Vollen⸗ den Sie Ihre Erzählung, ich will Alles wiſſen, bevor

ich rede.