Teil eines Werkes 
1. - 4. Bdchn (1850)
Entstehung
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O, ſo haben Sie ſich das erſte Mal nicht geäußert, mein Herr.

Und ein bitteres Lächeln flog über ihre Lippen, dann fügte ſie hinzu:

Schon jetzt! Gleichviel! ich werde meine Geſchichte zu Ende erzählen. Miſter und Miſtreß Packet nahmen mich überall mit ſich und behandelten mich durchaus wie ihre Tochter; ich genoß ihr Vermögen, ihren Luxus, wie ihre wirklichen Kinder. In der hohen Ariſtokratie ge⸗ boren, Geſchwiſterkinder eines Herzogs und mehrerer Grafen, lebten ſie in der beſten Geſellſchaft von London, und ihnen hatte ich es zu verdanken, daß auch ich da⸗ ſelbſt die beſte Aufnahme fand.

Allenthalben traf ich einen Landsmann an, der ſchön, reich, elegant, von Adel war, um den alle Frauen ſich riſſen und der ſich gerade ſo viel mit allen beſchäf⸗ tigte, um ſich den Ruf zu verſchaffen, daß er Glͤck bei den Damen habe. Man ſprach von ihm in den Mode⸗ elubs, bei Almacks, bei den großen Damen und auf dem Turf. Er ſpielte mit einer ganz eigenthümlichen Groß⸗ artigkeit, verlor mit großer Gelaſſenheit und hatte im⸗ mer Geld zur Verfügung. Er tanzte die Mazurka, den zweitaktigen Walzer, er ritt, gab die Mode an, kurz er war der Univerſalmann. Man ſah ihn in allen Zirkeln, aus⸗ genommen in dem der franzöſiſchen Geſandtſchaft, von welchem ihn, wie er ſagte, ſeine legitimiſtiſchen Anſichten ausſchloſſen, und denen des Hofes, die er wegen einem alten Groll gegen das Haus Hannover nie beſuchte. An⸗ fangs ſchenkte ich ihm keine Aufmerkſamkeit, eine glän⸗ zende Außenſeite lockte mich wenig.

Sie wiſſen ohne Zweifel, daß lange vor Einführung der lebendigen Gemälde auf unſern Theatern die frem⸗ den Salons ſie zu ihrer Lieblingsunterhaltung machten. Eines Tages befanden wir uns bei dem Vetter des Miſter Packet, man ſprach, ich weiß nicht von was für einem Koſtüm, man kam auf die Gemälde zu reden und beſchloß endlich, eines auszuführen. Unſer Landsmann