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offene Erklärung der Gründe ſchuldig, die mich dazu be⸗ wegen.
3 Mein Haus verlaſſen, Fräulein Chriſtine, wegen einiger Worte, welche die Marquiſe ſchon bereut hat und über die ſie ſich morgen früh bei Ihnen zu ent⸗ ſchuldigen gedenkt. Das iſt unmöglich und ich erlaube es Ihnen nicht.
Es iſt keineswegs die Scene von heute Abend, die mich zwingt, mich von Flavia zu trennen, mein Herr, und ich bitte Sie, davon überzeugt zu ſein. Meine Liebe zu ihr verliehe mit den Muth, alle derartigen Widerwärtigkeiten zu ertragen. Uebrigens befindet ſich die Frau Marquiſe in ihrem mütterlichen Rechte und es wäre unvernünftig, ſie anklagen zu wollen.
Aber warum wollen Sie denn fort?...
Die ernſteſten Beweggründe beſtimmen mich dazu, Herr Marquis. Sie würden mich fortjagen, wenn ich nicht von ſelbſt ginge; ich will Ihnen dieſe Unannehm⸗ lichkeit, mir dieſe Schmach erſparen.
In der That, Fräulein, ich verſtehe Sie noch we⸗ niger.
3 Sie werden mich ſogleich verſtehen, mein Herr, wenn Sie mir einige Augenblicke Ihre Aufmerkſamkeit ſchenken wollen. Was ich Ihnen zu ſagen habe, iſt ſehr ernſt; ich will Ihrer Ehre das Geheimniß meines Lebens anvertrauen; ich will Ihre Nachſicht und Ihren Schutz zugleich nachſuchen und Sie werden mir dieſel⸗ ben nicht verweigern, hoffe ich.
Es verſteht ſich von ſelbſt, daß mein Schutz Ihnen
gewährt wird und was meine Nachſicht betrifft, ſo denke ich nicht, daß Sie derſelben bedürfen. Doch, mein Herr, denn ich bin ſehr ſtrafbar, da ich einen Fehler begangen habe, für den die Welt keine Entſchuldigungen hat. Sind Sie ſo ſtreng, wie dieſe, ſo bleibt mir Nichts übrig, als mich zu entfernen.
Ich habe weder das Recht noch den Willen, ſtreng
Die blutige Marquiſe. I. 14


