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Dank Dir und ſei geſegnet dafür! Du biſt müde, laß uns in Dein Zimmer hinaufgehen; Du wirſt gut ſchla⸗ fen und morgen zu unſerem neuen Leben ſchön und heiter aufſtehen. Komm, komm. Wirſt Du meinen Arm jetzt auch noch ausſchlagen?
NMn Amadee!
Und ſie warfen ſich einander in die Arme. Noch einmal ſchlugen ihre Herzen vereint; noch einmal ge⸗ noſſen ſie das ſo wahre und ſo ſüße Gefühl erlaubter Liebe, der Liebe in der Pflicht, neben welcher verbotene Genüſſe nur bittere Früchte ſind. Der Marquis be⸗ gleitete ſeine Frau in ihr Zimmer und war ihr bei ihrer Nachttoilette ſo Prtlich und ſo heiter behülflich, wie im Honigmonate. Beatrix fühlte ſich ſo glücklich, daß ſie Gott bei jedem Gedanken dankte.
O, ſagte ſie bei ſich, ich war gegen dieſe arme Chri⸗ ſtine ſehr ungerecht, ich habe ſie grauſam verletzt! Ich werde nicht warten bis morgen, um mich mit ihr zu verſöhnen.
Glückliche Liebe macht ſo gut!
Als der Marquis in ſein Zimmer trat, ſchloß er ſich wie gewöhnlich ein; nachdem er ſeinen Kammerdiener entlaſſen hatte, und uͤber ſein häusliches Leben endlich beruhigter war, begann er einige in ſeiner Abweſenheit angelangte Papiere zu ordnen. Dann ging er in ſei⸗ nem Zimmer auf und ab, die Ereigniſſe des Abends und alle die Qualen, die ihm der Charakter ſeiner Frau noch verhieß, überdenkend.
Ach, murmelte er vor ſich hin, wenn ſie mich we⸗ niger lieben wollte, ſo hätte ich ſie ſehr geliebt, ich. Die arme Beatrir!
In dieſem Augenblick ließ ſich ein leiſes Geräuſch an der Thüre vernehmen. Man klopfte ſachte.
Sollte ſie es ſein, will ſie ihre früheren Gewohn⸗ heiten wieder beginnen? fragte er ſich mißmuthig. Wer iſt da? fügte er laut hinzu.
Ich, Herr Marquis, antwortete eine zitternde Stimme.


