Teil eines Werkes 
1. - 4. Bdchn (1850)
Entstehung
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liegt

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meinem Willen und meinem Muthe bin ich ſtärker als Sie und ich erwarte Sie.“

Was Teufels hat ſie beſchloſſen? fragte er ſich. Keck geſpielt, ſonſt würde ſie mich vielleicht weit brin⸗ gen... Wovor kann ich Furcht haben? Habe ich ſie nicht in den Händen, dieſe ſtolze Bradamante?

In demſelben Augenblick kamen Herr und Frau von Monza und der Graf von Heidelberg zurück.

24. Eiferſucht.

Als der Marquis und die Marquiſe abgeſtiegen waren, umarmten ſie Flavia, welche ihnen entgegen⸗ ſprang, und das Mädchen erwiderte ihre Liebkoſungen tauſendfach. Ein Beobachter hätte indeſſen in ihren Zärtlichkeitsbezeugungen eine große Verſchiedenheit bemerkt. Auf ihre Mutter richtete ſie ängſtliche und verlegene Blicke, indem ſie fragte:

Haben Sie viel Vergnügen gehabt, liebe Mutter? Wie befinden Sie ſich? Sind Sie müde?

Dagegen ſchlang ſie freimüthig ihre Arme um den Hals des Marquis und flüſterte ihm in's Ohr:

Oh, lieb Väterchen, wie freue ich mich, Sie wieder zu ſehen! Haben Sie auch an mich gedacht? Ich habe mit meiner guten Chriſtine viel gearbeitet und war ſehr brav.

Sie ſcheinen mir ſehr blaß, Fräulein Orthez, ſagte Robert, ſind Sie leidend?

Ich danke Ihnen, Herr Graf, ich bin immer blaß, wie Sie wiſſen, antwortete ſie, traurig lächelnd.

Und was haben Sie während unſerer Abweſenheit gemacht? Iſt Jemand gekommen?.

Keine Seele, Frau Marquiſe; wir ſind, wie ge⸗