Teil eines Werkes 
1. - 4. Bdchn (1850)
Entstehung
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beſchloſſen, daß Sie mir angehören ſollen, gleichviel durch welches Mittel. Ihr königliches Abtreten von geſtern hat mir den Kopf erhitzt; Sie waren ſo ſchön, daß ich meiner Treu auf andere Gedanken verfiel. Ich verlange nicht mehr, daß Sie mir ſchreiben, ich verlange nicht mehr, daß Sie mir eine immer unter⸗ brochene, eine immer beobachtete Zuſammenkunft in den Ruinen oder in Eberſteinburg oder an irgend einem romantiſchen Orte gewähren. Ich will weit Beſſeres als das. Ich kenne jetzt das Innere dieſer Wohnung ſo gut, als ob ich ſie ſelbſt bewohnt hätte, man kann den Garten ſehr leicht auf der nach dem Felde liegenden Seite betreten. Eine geheime Treppe, zu welcher Sie den Schlüſſel beſitzen, ſetzt Ihr Zimmer mit einem klei⸗ nen verlaſſenen Treibhaus in Verbindung. Sie müſſen dieſe Thüre öffnen, mich bei Ihnen empfangen, ich muß Sie ſehen, nach Herzensluſt und ohne Zwang mit Ihnen plaudern können; das muß ſein, verſtehen Sie? Sie ſehen, wohin mich Ihr Widerſtand gebracht hat, Sie haben mir das Leichte verweigert und ſo kam ich auf den Gedanken, mehr zu verlangen. Ich gebe Ihnen dieſe ganze Nacht und den morgenden Tag, um Ihren Entſchluß zu faſſen. Habe ich morgen Abend Ihre Ein⸗ willigung nicht erhalten, ſo reiſe ich übermorgen früh nach Heidelberg und gebe Ihnen mein Edelmannswort, daß Sie ſchmählich aus dieſem Hauſe fortgejagt werden ſollen. Sie wiſſen wohl, daß mein Edelmannswort mir heilig iſt. Ich verlange in dieſem Augenblick keine Ant⸗ wort von Ihnen, ich gehe, fürchten Sie Nichts, man hat mich weder geſehen noch erkannt. Ihr Loos liegt in Ihren Händen, wählen Sie.

Am andern Tag empfing der Fremde zur bezeichne⸗ ten Stunde folgenden Brief:

„Krieg, tödtlichen Krieg. Wohlan, es ſei! Ich fürchte Sie nicht und habe Nichts von Ihnen zu beſor⸗ gen; ich habe einen Entſchluß gefaßt, der mich vor Ihren Angriffen ſicher ſtellt. Mit meinem guten Recht,