Teil eines Werkes 
1. - 4. Bdchn (1850)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

ſo uimt und ein. ſie che, nich äu⸗ mir an pre⸗

Das gen⸗ in

ten, gen Ich iner vin⸗ leier lun⸗

tter

nals

eren ang trix hrer

nge⸗ ieſes

nge⸗ ynen

61

ſchien wie der Geiſt Banquo's, wagte man nicht, ſich der Freude zu überlaſſen. Ein gewiſſes Unbehagen be⸗ herrſchte die Freude, und Jeder fragte ſich, warum ihn ein Lächeln ſo viele Mühe koſte.

Am Morgen während der Meſſe hatten ſich unter den vielen Zuſchauern, die ihre Neugierde herbeigelockt, in einer Seitenkapelle eine alte Frau und ein Kind von zwölf Jahren eingefunden. Die Erſtere, welche ſchwarz gekleidet war, zeigte gewöhnliche, nichtsbedeutende Züge. Sie bemerkte das elegante Gefolge kaum, als es an ihr vowiberging, aallein das kleine Mädchen ſchien es mit ſeinen Blicken zu verſchlingen.

Dieſes Mädchen war groß, gerade und ſchlank, blaß, weiß und hatte ebenholzſchwarze Haare. Die Natur hatte ihm eine bezaubernde Schönheit verliehen, eine jener dämoniſchen, verhängnißvollen Schönheiten, welche oft mehreren Menſchen zum Verderben gereichen. Ihre azurblauen Augen, überragt von ſchwarzen Brauen, ein⸗ gefaßt von noch ſchwärzeren Wimpern, ſtrahlten von einem Glanze, der nicht zu ertragen war. In dieſer noch kind⸗ lichen Phyſtognomie waltete ein unbändiger Stolz, eine unbeſiegliche Energie. Ihres weniger als einfachen An⸗ zugs ungeachtet, ſchien ſie eine Königin zu ſein, und mehrere junge Leute der glänzenden Verſammlung mach⸗ ten einander auf ſie aufmerkſam.

Sie näherte ſich der Baluſtrade und verlor, von da aus den Altar beherrſchend, keine Geberde der Braut. Sie muſterte ihren prachtvollen Anzug, die Aufmerkſam⸗ keiten, deren Gegenſtand ſie war, den Lurus, der ſie umgab; ſie zählte die Blumen ihres Kopfſchmucks, die Stickereien und Spitzen ihres Kleides. Sie ſah den Bräutigam ſeine Braut voll Liebe anblicken, ſie hörte die Schwüre tauſchen. Dann kehrte ſie zu ſich ſelbſt zurück und Neid nagte ihr Herz an. Sie fühlte faſt Haß gegen die junge Unbekannte, welcher ſo viel Glück beſchieden war, während ſie ſelbſt, ein Kind der Armuth, ohne Mutterſ, ohne Vermögen, ohne Geburt, ohne