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Ich wünſche, dieſe Blumen mögen ihr mit in den Sarg gegeben werden, ſagte Beatrixr leiſe zu der barm⸗ herzigen Schweſter; ſie liebte ſie ſehr und ſie hätten ihr, wie ich glaube, Freude gemacht.
Ihr Wunſch ſoll erfüllt werden, Fräulein, erwiederte die barmherzige Schweſter; der arme Vater iſt unfähig, es zu hindern, und Niemand wird es thun.
So leb' denn wohl, ſelige Schweſter, ſagte Fräulein von Chamarante, leb' wohl für immer hienieden. Wir werden uns droben wieder finden. Aber vergiß meiner nicht, ich werde alle Tage meines Lebens Deiner geden⸗ ken. Leb' wohl!
Sie drückte ihre Lippen auf die eiſige Stirne des
Opfers, und als ſie die Kälte des Todes fuͤhlte, fuhr ſie
erſchrocken zurück.
Oh! murmelte ſie, was iſt das, was ich empfinde? Dieſer Ausdruck macht mich ſchaudern! Mein Blut wird zu Eis! Joſephine, gehen wir. Der Tod iſt gräßlich! Werde auch ich einmal ſo werden!
Oh! nein, Fräulein, Sie brauchen nicht zu befürch⸗ ten, ermordet zu werden. Der Herr Marquis betet Sie an und iſt ſo reich wie Sie.
Dieſer ziemlich einfältige Troſt der Zofe frappirte Beatrix und gab ihr viel zu denken.
Amadee betet mich an, dachte ſie. Ja, ich habe vor mir ein ſchönes und langes Leben und einen ſanften und ehrenvollen Tod, ihm zur Seite, vielleicht in ſeinen Armen, umringt von meinen Kindern und ſicher, nie von ihm getrennt zu werden, ſelbſt nicht in der Ewig⸗ keit. Ohl ich bin ein glückliches Geſchöpf!..
Sie gingen an der Thürſteherloge vorüber. Der Tag begann zu grauen.
Der Thuͤrhuter lief ihnen entgegen.
Fräulein, ſagte er, gehen Sie ſchnell hinauf! Die Frau Vicomteſſe iſt ſchon wach. Es iſt während Ihrer Abweſenheit ein großes Unglück geſchehen!


