Teil eines Werkes 
1. - 4. Bdchn (1850)
Entstehung
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Beeilen wir uns alſo, damit ſie von meinem Aus⸗ gang nichts erfahre. Sie würde dieſe Aufregung für mich fürchten. Oh, morgen will auch ich zu meinem Vormund gehen.

Joſephine kleidete ihre Herrin eiligſt an, verhüllte das Geſicht derſelben mit einem Schleier und Beide ſchlichen auf den Zehen aus dem Zimmer und durch das Cabinet, wo die Zofe gewöhnlich ſchlief.

8. Der Beſuch bei der Todten.

Die Bude des Wechslers ſtand durch ein Halbthor mit dem Hof des Hotels in Verbindung. Joſephine klopfte an dieſes Thor und einige Augenblicke darauf öffnete es ſich, und die Zofe theilte den Wunſch ihrer Herrin der Magd des Wechslers mit, welche keine Schwierigkeit machte, ſie eintreten zu laſſen.

Alles iſt noch auf, ſagte die arme Frau, in Thränen zerfließend. Der Vater will den Leichnam nicht ver⸗ laſſen, aber er iſt wie vom Blitz getroffen durch dieſes Unglück. Er ſieht Nichts, er hoͤrt Nichts. Es iſt auch ein Prieſter und eine barmherzige Schweſter da.

Die beiden jungen Mädchen ſtiegen die Treppe nach dem Entreſol hinauf. Sie waren ſehr bewegt und die Einbildungskraft von Beatrir führte ihr tauſend Chi⸗ mären vor. Sie fanden die Thüre leicht, denn es waren die Mitbewohner des Hauſes davor verſammelt, unter dem Vorwand, der unglücklichen Familie Beiſtand zu leiſten. Man machte ihnen Platz, obgleich Niemand Fräulein von Chamarante erkannte.

Sie traten in das Gemach, wo ein Weſen, welches

ſie geſtern noch ſo ſchön, ſo voll Leben und Hoffnung

geſehen hatten, ſeinen letzten Schlummer ſchlief.