Teil eines Werkes 
1. - 4. Bdchn (1850)
Entstehung
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Fräulein, was denken Sie?

Ich denke es, und ich will es und ich muß. Ich weiß nicht, was für ein Inſtinkt mich treibt... allein er iſt unwiderſtehlich! Ja, ich will dieſes junge Mädchen noch einmal ſehen. Eine unerklärliche Ahnung zieht mich zu ihr. Ich will ihr meinen heutigen Blumen⸗ ſtrauß bringen und den geſtrigen zurücknehmen, um ihn mein Lebenlang aufzubewahren... Sie werden mich auf der Stelle ankleiden und mich hinführen.

Aber, Fräulein, ich kann das nicht thun. Die Frau Vicomteſſe würde es mir niemals verzeihen.

Meine Mutter wird nichts davon erfahren. Sie ſchläft.

Und der Thürhüter?

Ich werde ihm befehlen, zu ſchweigen, und er wird ſchweigen.

Fräulein wird krank werden.

Ja, wenn Sie ſich weigern. Uebrigens kann ich auch allein gehen.

Fräulein will mich alſo verderben, ſagte Joſephine weinend. Das habe ich nicht verdient.

Ich will Sie ſo wenig verderben, daß ich vielmehr zum Dank Ihren Lohn um hundert Francs erhöhen werde. Auch wiſſen Sie ganz gut, daß meine Mutter Sie nicht wegſchicken wird, weil Sie mir gehorchten.

Wenn es denn ſein muß, verſetzte die Zofe ſeufzend. Aber Fräulein wird wenigſtens Ueberwurf und Pelz an⸗

Zum Glück haben ſich die Gerichtsperſonen zu dem Herrn Präſidenten begeben und wir laufen alſo nicht Gefahr, ihnen zu begegnen.

Wie, der Herr Präſident erhielt einen Beſuch von Gerichtsperſonen, und er war allein und meine Mutter nicht bei ihm?

adame erfuhr es erſt nachher, Fräulein, und ſie gab Befehl, ſie ſehr frühe zu wecken, damit ſie ſich zu Herrn von Saint⸗Serve begeben könnte.