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wollte... Ihr Blut floß langſam und röthete die Tücher. Ach, ich glaube, ich werde dieſen Anblick immer vor Augen haben! Armes Opfer! Sie haben ſie geſehen, Joſephine? Das iſt wohl recht ſchrecklich? Nein, aber herzzerreißend!
Mein Gott, mein Gott! rief Beatrix ſchluchzend
aus. Geſtern war ſie noch bei mir und brachte die Taſchentücher, ihr Meiſterſtück. Wie ſchön ſchien ſie mir, als ſie zu mir ſagte: Oh, Fräulein, wie ſind Sie ſo glücklich, daß Sie ſich verheirathen!... Sie dachte dabei gewiß an ihn, an dieſes Ungeheuer!... Ein Edelmann!... Oh, jetzt wundere ich mich nicht mehr über den Widerwillen, über den Schrecken, welchen mir ſein Anblick jederzeit eingeflößt hat!
Was das für eine Trauer in dem ganzen Stadt⸗ viertel iſt! Wenn man den Mörder hätte, würde man ihn in Stücke reißen.
Sie erinnern ſich, Joſephine, ich habe Sophie geſtern meinen Strauß gegeben. Sie wollte ihn in ihre kleine Kapelle ſtellen, in die Kapelle, von welcher Sie ſprachen. Und heute iſt der Tag, wo ſich unſere Freunde zu meiner Hochzeit verſammeln, und gerade da muß ein ſolches Un⸗ glück begegnen!... Und das Blut, welches meine Krone und meine Stirne bedeckte! Dieſes Blut war nicht das des Herrn von Monza?... Meine Mutter hat mich alſo hintergangen?
Es war das Blut des armen Mädchens. Unbekannt mit dem Vorgefallenen war Herr von Monza dem aus der Bude tretenden Mörder begegnet und hatte ihm die Hand gedrückt...
Ah, das iſt gräßlich!... Ihr Blut!... Das
Blut des Mordes auf meiner Stirne!... Joſephine,
es exiſtirt eine geheimnißvolle, unheilvolle Verbindung
zwiſchen dem Geſchick Sophie’'s und dem meinigen. Sie werden es ſehen. Das iſt eine Warnung!. Joſephine, ich will auf der Stelle die Todte ſehen!


