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Und die Kammerjungfer bedeckte das Geſicht mit den Händen und murmelte:
Es iſt entſetzlich!... Ich ſehe ſie immer vor mir!
Sie haben Etwas, Joſephine. Man verheimlicht mir Etwas... Ich will Alles wiſſen. Herr von Monza! Warum iſt er nicht wieder gekommen? Sollte meine Mutter mich getäuſcht haben? Iſt es auch wahr, daß das Blut an ſeinem Handſchuh von einer Schramme an ſeiner Hand herrührte? Sollte er ernſtlich verwundet ſein? Ach, die Erinnerung an dieſe Scene macht mich ſchaudern. Ich fürchtete mich ſo ſehr!... Und was für ein Omen!... Aber reden Sie doch, reden Sie!
Nein, nein, Fräulein!... ich kann nicht...
Und warum können Sie nicht? Sie machen mich ungeduldig, meine Liebe. Ich befehle Ihnen, zu ſprechen.
Die Frau Vicomteſſe wird mich wegjagen. Sie hat es mir ausdrücklich verboten!
Sie hat es verboten! Es handelt ſich alſo wohl um eine wichtige Sache? Joſephine, ich bitte Sie, ſagen Sie es mir! Wenn Sie ſich weigern, werden Sie mir Nervenkrämpfe verurſachen und mich ſterben machen!
Will mir Fräulein verſprechen, mich der gnädigen Frau nicht zu verrathen?
Wie einfältig! Haben Sie keine Furcht, ich werde Sie gegen Jedermann in Schutz nehmen. Bin ich nicht im Begriffe, mich zu verheirathen? Sprechen Sie, ſpre⸗ chen Sie doch! 5
Wohl, Fräulein... aber ich werde es nicht im Stande ſein...
Joſephine, ich jage Sie auf der Stelle fort, wenn Sie ſich nicht erklären.
Weil das Fräulein es durchaus will... es iſt nicht meine Schuld... Nun wohl, die Tochter des Herrn Hervé, des Wechslers, welcher eine der Buden des Hotels innehatte, die gute, kleine, nette Sophie, welche neulich die Taſchentücher des Fräuleins ſo prächtig geſtickt hat, iſt heute Abend ermordet worden.


